Feuerwehr-Lehrgang: Technische Hilfe immer öfter gefragt

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Die Absolventen des Lehrgangs „Technische Hilfeleistung“: Die Feuerwehrleute wurden in Gangelt weitergebildet. Foto: Oliver Thelen

Kreis Heinsberg. Aufgrund der ­hohen Gefahrenpotenziale legte der Kreis Heinsberg als Ausrichter des Lehrgangs „Technische Hilfeleistung“ höhere Anforderungen an diesen Lehrgang an als die vom Land Nordrhein-Westfalen geforderte Mindestzahl von 35 Stunden.

In insgesamt 52 Stunden – so berichtete der Kreisfeuerwehrverband – wurden die Einsatzkräfte aus Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr theoretisch und praktisch auf dem Gelände des Bauhofs der Gemeinde Gangelt weitergebildet. Dabei fand die Ausbildung auch an vier Samstagen statt. Zum ersten Lehrgang dieses Jahres konnte der Lehrgangsleiter, Günter Paulzen, 25 Feuerwehrleute aus dem Kreisgebiet begrüßen.

Retten von Verunglückten

Eine wichtige Aufgabe ist das Retten von verunglückten Personen – zum Beispiel nach einem Verkehrsunfall. Dies stellt besondere Anforderungen an die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst. Die dazu notwendigen speziellen Kenntnisse zu Geräten und Einsatztaktiken werden in diesem Lehrgang vermittelt.

Schwerpunkte sind dabei die rechtlichen und physikalischen Grundlagen, das Bewegen und das Heben von Lasten sowie das Sichern bei Hoch- und Tiefbauunfällen. Besonderer Wert wird dabei auf die patientenorientierte technische Rettung aus Kraftfahrzeugen gelegt.

Besondere Herausforderung

Eine besondere Herausforderung für die Teilnehmer stellte die Abschlussprüfung dar, die vom stellvertretenden Kreisbrandmeister Hans-Hubert Plum beobachtet und abgenommen wurde.

Für die erste Gruppe bot sich ein komplexes Szenario: Ein Pkw war – auf dem Dach liegend – unter einem Abfallcontainer eingeklemmt. Da galt es den Fahrer des Pkw möglichst schonend zu retten. Nachdem Pkw, Container und Zugmaschine gesichert waren, gelang es der Gruppe, mit Hilfe von Rettungsschere und Spreizer den Patienten über das abgetrennte Dach des Pkw zu retten.

Die Übung für die zweite Gruppe war aver nicht minder schwer. Das Szenario: Nach einem Verkehrsunfall war ein Pkw eine Böschung hinabgestürtzt und hatte einen Roller samt Fahrer unter sich begraben.

Günter Paulzen betonte die Bedeutung dieses Lehrgangs: „Seit Jahren sind Löscheinsätze rückläufig, wohingegen die Anzahl von Einsätzen, bei denen technische Hilfe geleistet werden muss, stetig zunimmt.“

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