Kreis Heinsberg - Feuerwehr hat sich von dem Schlag noch nicht erholt

Feuerwehr hat sich von dem Schlag noch nicht erholt

Von: hama
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Vertreter der 96 Löschgruppen aus den zehn Städten und Gemeinden des Kreises Heinsberg waren nach Birgden zum Delegiertentag des Kreisfeuerwehrverbandes eingeladen. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Kreis Heinsberg. „Ende 2009 wurde uns ein Schlag versetzt, von dem wir uns bis heute nicht erholt haben”, fasste Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper noch einmal die Ereignisse rund um den Umbau des Feuerwehr-Sozialwerkes Haus Phönix in Bergneustadt zusammen.

Nach der Rücknahme des Bewilligungsbescheides des Landes über 2,7 Millionen Euro kam es zur Insolvenz des Landesfeuerwehrverbandes NRW. Beim Delegiertentag des Kreisfeuerwehrverbandes in der Birgdener Mehrzweckhalle ging Karl-Heinz Prömper noch einmal auf Einzelheiten ein, zeichnete die weitreichenden Folgen dieser Insolvenz auf und forderte deutliche Konsequenzen im Innenministerium: „Nach unserer Einschätzung ist mit den handelnden Personen eine in die Zukunft gerichtete Zusammenarbeit nicht möglich!”

Neue Organisation

Nach der Insolvenz ist - wie zu erfahren war - die Gründung einer neuen Organisation, die den 114.000 Feuerwehrleuten im Lande eine neue Heimat bieten soll, schon weit fortgeschritten. Der Verband der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen hat einem Aufnahmeantrag des Heinsberger Kreisverbandes im Mai stattgegeben.

Für Oktober ist die erste Mitgliederversammlung zur Beschlussfassung und Satzungsgebung vorgesehen. Das soll im Haus Phönix geschehen. Mittlerweile wurde eine Investorengruppe gefunden, die sich in dem für die Feuerwehr so wichtigen Gebäude engagiert.

Damit war Karl-Heinz Prömper aber mit dem „federführenden Beamten aus dem Innenministerium” noch nicht fertig. Dieser wolle nun die Kreisbrandmeister aus dem höheren feuerwehrtechnischen Dienst in die Kreise integrieren. Dazu sei die Qualifikation B VI zwingend erforderlich. „Die kann man aber nur als Angehöriger einer Berufsfeuerwehr erlangen”, so Prömper. „Ich bezweifle, dass die Belange der ehrenamtlich tätigen Wehrleute dann noch Berücksichtigung finden.”

Das sei aber notwendig, um den Fortbestand der freiwilligen Wehren zu sichern. Alle Kreisbrandmeister, die er kenne, seien hervorragend für diese Aufgabe geeignet. „Eine sachliche Begründung, die Qualifikation B VI zu fordern, kann ich nicht erkennen.” Zwar gäbe es deutliche Argumenten für die hauptamtliche Tätigkeit der Kreisbrandmeister. „Viel wichtiger als die Schaffung dieser Stellen wäre aus meiner Sicht die Einrichtung einer qualifizierten Unterstützung für den Kreisbrandmeister”, wünschte er sich Zuarbeiter.

Die Zahlen rund um die 96 Löschgruppen in den zehn Städten und Gemeinden des Kreises Heinsberg: 3527 Männer und Frauen (116) sind im blauen Rock aktiv; 811 sind in der Ehrenabteilung, 423 in den Jugendfeuerwehren. 2159 Einsätze gab es im letzten Jahr; 703 Brandeinsätze, bei denen es acht Tote zu beklagen gab, und 1174 technische Hilfeleistungen, bei denen elf Personen nur noch tot geborgen werden konnten. 282 Fehlalarme gab es zu beklagen. 37 Wehrleute wurden 2009 bei den Einsätzen verletzt.

Ein großes Dankeschön richtete Karl-Heinz Prömper an die Wehrmänner und Wehrfrauen, die an den verschiedenen Fortbildungen teilgenommen haben.
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