Kreis Heinsberg - FDP will aus Förderschulen Inklusionszentren machen

FDP will aus Förderschulen Inklusionszentren machen

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Liberale zu Gast: Eine Delegation der FDP besuchte die Lebenshilfe-Werkstatt in Erkelenz.

Kreis Heinsberg. Gerne sei man der Anregung der FDP gefolgt und habe einen Besuch organisiert, sagte Edgar Johnen, Geschäftsführer der Lebenshilfe, als er eine Delegation der Liberalen mit dem Landtagsabgeordneten Joachim Stamp, dem Kreisvorsitzenden Dr. Klaus Wagner, dem Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, Stefan Lenzen, dem Kreisvorsitzenden der Jungen Liberalen, Lukas Kamp, und dem Erkelenzer FDP-Ratsmitglied Thorsten Odenthal im Werkstattbetrieb der Lebenshilfe in Erkelenz an der Brüsseler Allee begrüßte.

Die Lebenshilfe-Mitarbeiter Stefan Rossow und Florian Schulte führten die Gäste durch die Bereiche Aktenvernichtung und Montage. Auch Klaus Meier als Vorsitzender der Lebenshilfe hieß die Gäste willkommen. Geschäftsführer Edgar Johnen erläuterte, die Lebenshilfe verzeichne 115 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung. Dabei sei zu unterscheiden zwischen Menschen mit schwerer Behinderung und Menschen, die kurz vor dem Sprung ins Berufsleben stünden. Die Verantwortlichen der Lebenshilfe gaben einen eindrucksvollen Überblick über die Entwicklung und Arbeitsabläufe in den Werkstätten der Lebenshilfe.

„Wir haben hier viele Eindrücke über die Arbeit der Werkstätten für Menschen mit Behinderung mitgenommen. Sie finden hier die Möglichkeit, entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten tätig zu werden. Mit der Verbindung aus Betreuung, Arbeit und Förderung der persönlichen Fähigkeiten der Menschen tragen die Werkstätten ihrem integrativen Auftrag Rechnung“, fasste der Kreisvorsitzende der FDP, Dr. Klaus Wagner, seine Eindrücke vom Besuch zusammen. „Und was nicht minder wichtig ist: Die Freude an der Beschäftigung war bei unserem Besuch deutlich zu spüren.“ Die FDP-Politiker zeigten sich einig in der Einschätzung, dass auch die Politik bei der Förderung schwer und schwerstbehinderter Menschen vor allem das Wohl der behinderten Menschen im Blick behalten müsse. „Politische Entscheidungen müssen weniger von theoretischen Überlegungen, als von praktischen Erfahrungen und Perspektiven geprägt sein“, so Wagner.

Joachim Stamp, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Liberalen im Düsseldorfer Landtag und deren Sprecher für Integration, stellte noch einmal klar, dass die Liberalen zur Inklusion stünden, für die die hervorragende Arbeit in den Förderschulen und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen ein Maßstab sein müsse. Denn es gehe darum, auch Menschen mit schweren Behinderungen einen Raum zur Entfaltung zu bieten.

„Daher steht die FDP im Kreis Heinsberg für den Erhalt der Förderschulen. Mehr noch: Sie sollen zu Inklusionszentren weiterent­wickelt werden. Die Inklusion ist keine Einbahnstraße, sondern muss von beiden Seiten betrachtet werden. So wie dies bereits in der Werkstatt gelebt wird und eine Öffnung in beide Richtungen möglich macht. Wir sehen hier ein gelungenes Beispiel für eine erfolgreiche Inklusion“, zog Stefan Lenzen, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion und Spitzenkandidat der Liberalen für die Kreistagswahlen am 25. Mai, ein erstes Fazit des Besuchs.

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