FDP Selfkant hat schon die Wahl 2020 im Kopf

Von: agsb
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Vorsitzender Karl Busch (2.v.r.) begrüßt den ehemaligen Bürgermeisterkandidaten Jan Frederik Kremer. Über seinen Besuch freuten sich auch der FDP-Kreisvorsitzende Dr. Klaus J. Wagner, Ernst Grein, Erich Hacken und der Fraktionsvorsitzende im Kreistag Stefan Lenzen (v. l.). Foto: agsb

Selfkant-Süsterseel. Beim Neujahrsempfang präsentierte sich die FDP Selfkant als eine kämpferische Partei – und das an allen Fronten. Dies wurde nicht nur beim Grußwort des Vorsitzenden Karl Busch deutlich.

Der Isenbrucher blickte mit einem leicht weinenden Auge zurück auf die Bürgermeisterwahl im September. Hier hatte die Opposition mit ihrem eigenen Kandidaten Jan Frederik Kremer aus Hückeswagen einen Machtwechsel erhofft, doch bekanntlich gewann Amtsinhaber Herbert Corsten (CDU) souverän die Wahl.

Wobei die FDP und die übrigen Oppositionsparteien Pro Selfkant, SPD und Grüne stolz sind auf die rund 40 Prozent für ihren jungen Kandidaten. „Nach der Wahl wurden leere Versprechungen gemacht. Spätestens 2020 ist Schluss mit lustig, dann werden die Karten völlig neu gemischt. Dann gibt es keinen Bürgermeisterbonus“, fand Karl Busch klare Worte. „Und hört hört: Nach wie vor werden wichtige Entscheidungen mit Stimme des Bürgermeisters zugunsten der CDU durchgeboxt, so geschehen vor kurzem im Rathaus unter anderem in Sachen Photovoltaikanlage“.

Es wurde auch deutlich, dass die FDP besonders im Selfkant auf der Suche nach dem Weg in die Zukunft ist. Die einstige Parteiehe zwischen der CDU und den Liberalen ist derzeit total zerrüttet, wobei man allerdings nie nie sagen möchte. „Wir müssen nun unseren Weg finden, müssen wieder unseren liberalen Kampfgeist auspacken. Das Ergebnis bei der Bürgermeisterwahl zeigte, dass viele Bürger die Arbeit der Liberalen und der Opposition nicht schlecht finden, da wurden viele neue Ansätze seitens der Bürger in Spiel gebracht. Da müssen wir weiter ansetzen. Letztendlich geht es um den Selfkant, nicht um persönliche Belange“, erklärte Busch.

Wie der Vorsitzender der Selfkant-Liberalen zeigte sich auch der Kreisvorsitzende Dr. Klaus J. Wagner kämpferisch. „Wir wollen 2016 in den fünf anstehenden Landtagswahlen die Weichen stellen, wir möchten 2017 wieder in den Bundestag einziehen“ spannte Wagner den Bogen in die Landes- und Bundespolitik. Er bezeichnete die fast 40 Prozent für das FDP-Mitglied Kremer bei den Wahlen als sensationell. „Dies zeigt, dass wir Liberalen sehr aktiv sind, hier müssen wir weiter den Hebel ansetzen“ so Wagner.

Als Gastredner blickte Jan Frederik Kremer zurück auf den Wahlkampf. Er ist weiterhin überzeugt, dass im Selfkant sehr viel Potenzial steckt. „Natürlich waren wir enttäuscht. Wenn man antritt, möchte man auch gewinnen“, zog Kremer persönlich ein positives Fazit. „Ich habe viele Leute kennengelernt, die wirklich vernünftige Politik machen möchten“, resümierte Kremer und bat die Liberalen und die weiteren Oppositionsparteien darum, stets am Ball zu bleiben. Er mahnte mehr Transparenz auf der Verwaltungsebene an. „Den Bürger interessiert es schon, wie sich der Haushalt zusammensetzt“, erklärte Kremer und zeigte sich enttäuscht, dass die Internetseite der Gemeinde weiterhin im Schlafmodus sei. „Da können Sie immer noch die Briefwahlunterlagen bestellen“, behauptete der ehemalige Bürgermeisterkandidat. Gelächter kam auf, als aus den Reihen eingeworfen wurde: „Das ist schon für 2020 bestimmt.“ Für diese Wahl könnte Busch sich vorstellen, Kremer für eine erneute Kandidatur zu gewinnen.

Begrüßt wurden neben einigen Ehrengästen und Freunde der Liberalen auch Freunde aus dem Rathaus Sittard. Die FDP kämpft auch hier weiterhin um ein besseres politisches Klima zwischen den Gemeinden Selfkant und Sittard-Geleen. Trotz guter Ansätze in den vergangenen Jahren stocke es immer wieder. Eine bessere Zusammenarbeit würde dem Grenzgebiet gut tun, darüber waren sich alle einig.

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