Hückelhoven-Doveren - Fast mystische Klänge auf dem „Hang”

Fast mystische Klänge auf dem „Hang”

Von: Pia Wilbrand
Letzte Aktualisierung:

Hückelhoven-Doveren. Eine Premiere gab es beim Konzert des Chor 77. Zum ersten Mal kam das Hang zum Einsatz, ein sehr junges Musikinstrument aus der Schweiz. Vor zehn Jahren wurde es von Felix Rohner und Sabine Schärer erfunden.

Es trägt seinen Namen, da Hang zu Hochdeutsch Hand bedeutet und mit Händen und Fingern gespielt wird. Es besteht aus zwei miteinander verklebten Halbkugeln aus Blech. Auf der oberen Hälfte sind mit Hämmern Tonfelder eingearbeitet, die beim Spiel volle, sanfte und beruhigende Klänge ergeben.

Um das Hang dem Publikum zu präsentieren, lud der Chor 77 Dr. Frank Henn ein, der als Gastmusiker vom Leiter des Chores, Hubert Minkenberg, auf dem Sopran-Saxophon begleitet wurde. In Kombination mit dem Hang ergaben sich fast schon mystische Klänge mit hypnotischem Effekt. „Vor acht Wochen haben Frank Henn und ich das erste Mal zusammengespielt, und das Publikum war recht angetan davon.” Auch die Konzertbesucher in Doveren spendeten dem Gastmusiker begeisterten Applaus.

Obwohl der Part mit Hang und Saxophon sich sehr vom restlichen Programm unterschied, fügte er sich sehr gut ins überraschend besinnliche Konzert ein. „Wir singen ja meistens profane Stücke, wollten aber passend zur Jahreszeit ein bisschen vorweihnachtliche Stimmung verbreiten”, erklärte Hubert Minkenberg und war überrascht von der hohen Besucheranzahl.

Im Mittelpunkt standen vor allem Lob- und Preisgesänge von John Rutter, dessen Kompositionen der Chor den Zuhörern ans Herz legen wollte. Der englische Komponist kombiniert verschiedene Genre, wie Jazz-Elemente, aber auch textliche und melodische Zitate aus weit zurückliegenden Epochen.

Aber auch für den Chor typischere Stücke wurden gesungen. So stand „All ask of you” vom Musical-Produzenten Andrew Loyd Webber und „Tears in Heaven” von Eric Clapton auf dem Programm. „Wir singen auch ,Wunder gibt es immer wiederÔ von Christian Bruhn. Aber das passt dann ja doch irgendwie in die Kirche”, scherzte der Chorleiter. Am Schluss des abwechslungsreichen, kurzweiligen Konzerts gab es vom Publikum Standing Ovations und eine Zugabe.
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