Farbige Steine durch echte Perlen ersetzt

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Das Gnadenbild von Ophoven wurde von Stefan Lochner geschaffen, geboren 1410 in Mersburg und gestorben 1451 in Köln. Foto: Brehl

Wassenberg-Ophoven. Ein wundervolles Geschenk zum Abschied: Propst Rainer Mohren lässt das berühmte Gnadenbild von Ophoven aus dem 15. Jahrhundert auf eigene Kosten überarbeiten. Das Gnadenbild von Ophoven, eine „thronende Muttergottes” vom Niederrhein, nimmt einen besonderen Platz in den herausragenden kirchlichen Kunstwerken jener Epoche ein.

Auf dem linken Knie der Maria, einer jungen, lieblichen Frau mit freundlichen Zügen, steht das mit einem Gewand bekleidete Kind. In seiner linken Hand hält es die Weltkugel. Die rechte Hand ist zum Segnen erhoben. Maria trägt über einem gegürteten Gewand einen Mantel, der vor dem Schoß übereinander gelegt ist.

Der Kopf Mariens ist nach Darlegungen von Kunstexperten mehrfach überarbeitet worden. Beide Kronen und das Zepter sind neu. Das kostbare Bildwerk geht auf Stefan Lochner zurück, geboren 1410 in Mersburg und gestorben 1451 in Köln.

Lochner gilt als der bedeutendste Künstler der Kölner Malerschule, dessen Kunst auch die Kenntnis der niederländischen Malerei voraussetzt. Seine Bilder, die auch im Dom zu Köln zu sehen sind, sind von leuchtender Farbgebung und ausgewogener Komposition.

Propst Rainer Mohren teilte den Ophovener Gläubigen jetzt mit, dass er das berühmte Gnadenbild dem Heinsberger Gold- und Silberschmied Johannes Hieronimi zu einer weiteren Überarbeitung vertrauensvoll in die Hand gegeben habe. So wurden mehrere farbige Steine (blaue und rote) durch echte Perlen in der Krone ersetzt.

Im vorderen Teil der Krone wurde mit Weißgold eine Überarbeitung vorgenommen. Die Restaurierung des Jesu-Kindes (im Kronenteil) steht noch aus.
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