Farben, Klänge, Worte prägen das Kaleidoskop der Sinne

Von: hewi
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Beim „Kaleidoskop der Sinne” in Erkelenz: Raphael Meyersieck verzauberte mit seiner Musik die Zuhörer in der ausverkauften Leonhardskapelle. Farben, Klänge und Worte waren an diesem Abend angesagt. Foto: Koenigs

Erkelenz. Ein „Kaleidoskop der Sinne - Farben, Klänge, Worte” versprach der Kunstförderkreis Pro Arte in der Erkelenzer Leonhardskapelle. Ein Versprechen, auf das sich das Publikum nur allzu gerne einließ.

Denn die Kunstperformance war ausverkauft. Viele Zuschauer drängten sich in den Gängen und auf der Treppe der Leonhardskapelle, um dem zweiten Event mit verschiedenen Stilen und Kunstrichtungen beizuwohnen.

Bereits im vergangenen Jahr war die Auftaktveranstaltung sehr gut angekommen. Auch diesmal setzten die Organisatoren um die Erkelenzer Künstlerin Beate Bündgen wieder auf die bewährte Mischung aus generationen- und gattungsübergreifender Zusammenarbeit der beteiligten Künstler aus den Bereichen Literatur, Musik und bildende Kunst.

22 Künstler im Alter von 16 bis 70 Jahren hatten die Macher des Events ausgewählt. Zwölf Künstler aus den Bereichen Malerei, Skulptur und Fotografie ließen ihre Werke von acht Autoren und Literaten beschreiben. Dabei wussten sie nicht, wer sich ihres Werkes annehmen würde. Ebenso wenig wussten die Literaten, wessen Arbeit sie in Worte zu fassen hatten.

Untermalt wurde das live vorgetragene Ergebnis dieser Kooperation von den beiden Musikern Dominick Mercks und Raphael Meyersieck, die sowohl zum Dargestellten wie zum Gesprochenen ihre Improvisationen an Klavier, Schlagzeug und Percussion spielten. Erläuternd und begleitend wusste Hans-Dieter Willms in seiner Funktion als Causeur immer wieder Wissenswertes zu den Künstlern zu berichten.

Mit einem Projektor wurden die Bilder an die Kopfwand der Leonhardskapelle projiziert und bildeten die optische Klammer zwischen Musik und Text. Den Zuhörern erschloss sich so ein facettenreicher Kosmos der künstlerischen Annäherung, in dem sie sich ganz in dem geschaffenen Gesamtkunstwerk verlieren konnten.

Der jüngste Maler war der 16-jährige Cusanus-Schüler Marcel Schultheiß, zu dessen Bild einer Raupe die Autorin Gerta Gormanns den Text „Im Wandel” verfasst hatte.

Auch sonst hatte ProArte eine Reihe namhafter und bekannter Künstler für das Projekt gewinnen können. Der gelernte Maschinenbauer und Kunstschmied Arne Jansen aus Heinsberg hatte eine Skulptur aus Stahlschrott beigesteuert, die Gertrud Grins in dem Text „Die Schrottmamsell” völlig neu beleuchtete. Grins ist ebenso wie Bärbel Lehmann Mitglied der Autorengruppe „Textformer”.

Vertreten war auch die aus Lentholt stammende gehörlose Malerin Laura-Helene Förster, die an der Düsseldorfer Kunstakademie studiert und schon durch die Teilnahme an verschiedenen Ausstellungen auf sich aufmerksam gemacht hat. Durch die Vielfalt der gestalterischen Stile und Herangehensweisen bot sich dem Publikum ein wahrhaftes Kaleidoskop der Sinne.

Am Rande der Veranstaltung betonte Beate Bündgen, dass gerade das Zusammenführen der verschiedenen Generationen ein Ziel des Projektes sei. Im März hatten sie und ihre Mitstreiter mit der Vorbereitung begonnen. Nachdem die teilnehmenden Künstler ausgewählt waren, war rund vier Monate Zeit, um sich mit den Werken auseinanderzusetzen und die eigene kreative Zutat zu erstellen.

Die meiste Arbeit hatten sicherlich die beiden Musiker Mercks und Meyersieck, die sich von jedem der vorgestellten Wort-Bild-Ensembles zu ihren Improvisationen inspirieren lassen mussten. Eine Aufgabe, die sie nicht nur nach Bündgens Meinung hervorragend meisterten.

Die Leiterin der Kreismusikschule Heinsberg, Gerda Mercks, sprach als Gast nach der Veranstaltung von einem „gelungenen und überzeugenden Dreiklang der Kunstformen”. Im nächsten Jahr werde sie sicher wieder dabei sein.
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