Kreis Heinsberg - Familienpatenschaften: „Ein Akt der Nächstenliebe“

Familienpatenschaften: „Ein Akt der Nächstenliebe“

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Kreis Heinsberg. Familienpatenschaften unterstützen erfolgreich Eltern, seien es Paare oder Alleinerziehende, in den ersten drei Lebensjahren nach der Geburt eines Kindes. Sie sind ein wichtiger Mosaikstein im Angebot der Frühen Hilfen.

Die Mitmenschlichkeit und das soziale Engagement der Patinnen und Paten sind dabei die wesentlichsten und nicht zu ersetzenden Faktoren dieses Unterstützungsangebotes. Für die Eltern, die ohne ausreichende Unterstützung das „Abenteuer Familie“ mit Baby oder Kleinkind stemmen müssen, sind sie oft wichtiger Ansprechpartner und können sehr hilfreich wirken.

Es kann zum Beispiel um die die Betreuung der Geschwisterkinder während eines Arztbesuches oder bei Behördengängen sein. Oder sie sorgen ganz einfach für eine kleine Auszeit, wenn die Energie zur Neige geht. Eine Mutter berichtete jüngst, dass sie von großer Dankbarkeit erfüllt sei. In einer Überforderungssituation hatte die Familie das Glück, von einer ehrenamtlichen Patin unterstützt zu werden– mit deren Hilfe konnte die belastende Situation gemeistert werden.

Die Familienpatenschaften werden im Kreis Heinsberg seit 2006 kostenfrei angeboten. Der Grundgedanke ist einfach: Ehrenamtliche Patinnen und Paten gehen einmal bis mehrmals wöchentlich in eine Familie und unterstützen die Mütter und Väter bei der Betreuung ihrer Säuglinge oder Kleinkinder.

Bei einem Erstgespräch in der interessierten Familie wird besprochen, welche Unterstützungswünsche sich die Familie vorstellt und womit am besten geholfen werden kann. Die Aufgaben der Familienpaten sind so vielfältig, wie die Anforderungen an junge Familien oder Alleinerziehende. Die Patenschaft orientiert sich an den Bedürfnissen der Familien und an den Möglichkeiten und Fähigkeiten der Paten.

Lebenserfahrung als Türöffner

Ehrenamtlich tätige Familienpaten erleben es als bereichernd, als „Entlastungsangebot“ in eine Familie zu gehen und „auch für Gespräche außerhalb der Windeln“ zur Verfügung zu stehen, wie eine Familienpatin unlängst ihre Erfahrung und Eindrücke beschrieb. Die Lebenserfahrung und manchmal die erlebte eigene Situation mit jungen Kindern, dies sind Türöffner, um authentisch Familien Hilfe anbieten zu können. Dabei wird immer darauf geachtet, die Werte der Familie zu akzeptieren.

Eine Familienpatin fasste ihre Eindrücke in ihrer Patenschaft mit diesen Worten zusammen: „ Ich fühle mich sehr wohl in meiner Patenschaftsfamilie und habe das Gefühl, sinnvolle Zeit zu investieren, um zu helfen und zu unterstützen. Die Familie dankt es mir mit netten Worten und Gesten. Ich bin sehr glücklich, dass ich mich entschieden habe, eine Familienpatenschaft zu übernehmen.

Ich fühle mich bei dem Patenschaftsangebot der Caritas sehr wohl. Für mich persönlich ist es ein Akt der Nächstenliebe, meine freie Zeit Familien zu schenken, die Unterstützung und Hilfe so dringend benötigen. Ich bin glücklich ein Teil dieses Angebotes zu sein.“

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