Familien freuen sich über die Entlastung

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Kreis Heinsberg. Zwei Jahre ist Monika M. (Name geändert) nun schon ehrenamtliche Familienpatin der Caritas-Jugendhilfe. An keinem Tag hat sie diese Entscheidung bereut.

Ganz im Gegenteil: Geht eine Patenschaft zu Ende, freut sie sich bereits auf die nächste. Motiviert wird sie durch das Gefühl, gebraucht zu werden, und zwar in dem Sinne, dass sie Kindern helfen und Wissen vermitteln sowie Familien in Belastungssituationen begleitend und unterstützend zur Seite stehen kann.

Diese Gründe waren es auch, die Monika M. dazu bewogen, sich damals als Familienpatin zu melden, nachdem sie auf diese ehrenamtliche Tätigkeit in einer Zeitung aufmerksam wurde.

Sie kontaktierte Stella Klein, Koordinatorin der Patenschaften der Caritas-Jugendhilfe. Unmittelbar danach nahm sie auch schon an einer Schulung teil, um für die Zusammenarbeit mit den Familien ausgerüstet zu sein.

Direkt nach der Schulung begann auch schon ihre erste Patenschaft bei einer allein erziehenden Mutter von zwei kleinen Kindern. Einmal in der Woche ging sie für zwei Stunden in die Familie, stärkte das Selbstbewusstsein der unsicheren Mutter, leitete sie an, sich mit den Kindern zu beschäftigen und führte kindergerechte Aktivitäten mit den Kindern durch. „Ich erklärte ihnen die Dinge des täglichen Lebens ,wie zum Beispiel Honig entsteht.” Nach anderthalb Jahren habe sie diese Patenschaft erfolgreich zu Ende geführt.

Eine weitere Patenschaft in einer Familie mit drei Kindern schloss sich an. Auch da kommt Monika M. einmal die Woche für zwei Stunden. Sie macht mit dem schulpflichtigen Kind Hausaufgaben, fördert die Kleinkinder altersgerecht und versucht, der Mutter Ruhe zu vermitteln. „Die Mutter lernt die Bedürfnisse der Kinder schnell zu erkennen und darauf einzugehen sowie mit mehr Gelassenheit ihnen zu begegnen”, betont die Familienpatin. Schön sei auch zu sehen, dass die Kinder das aufgreifen würden, was sie ihnen als Patin vermittelt. Für sie sei sie eine Bezugsperson, die ihnen Kontinuität gebe, mit ihnen lache, singe und ihnen Dinge erkläre.

„Ich werde von den Familien als Entlastung und Unterstützung gesehen”, so die Familienpatin. Und wenn sie selber einmal Unterstützung brauche, erhalte sie diese bei den monatlichen wohnortnahen Austauschtreffen der Familienpatinnen in Geilenkirchen und in Heinsberg. „Hier bekomme ich zum Beispiel Anregungen, welche Möglichkeiten es gibt, um Stresssituationen zu begegnen.” Zudem finden zweimal im Jahr Fortbildungen statt.

Es werden noch Familienpatinnen oder Familienpaten gesucht. Wer Interesse hat, kann sich bei der Caritas-Jugendhilfe melden: für den Bereich Hückelhoven, Erkelenz, Wassenberg und Wegberg bei Andrea Schwartz unter 02433/442210, für den Bereich Heinsberg, Gangelt, Geilenkirchen, Selfkant, Übach-Palenberg und Waldfeucht bei Stella Klein unter 02452/919293.
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