Faire Sozialpartnerschaft soll Unternehmen stärken

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Einen gemeinsamen Aufruf zu den anstehenden Betriebsratswahlen in der Region haben Willi Klaßen, der Kreisvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Stephan Brückner, Betriebsratsvorsitzender von BIS Hima, Michael Klein, Betriebsratsvorsitzender von Schlafhorst-Oerlikon, und Ludger Bentlage, Gewerkschaftssekretär der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), gestartet.

Bei einem Pressegespräch in Oberbruch unterstrichen sie am Dienstag die Bedeutung dieser Wahlen, die bundesweit in der Zeit vom 1.März bis 31.Mai anstehen.

Willi Klaßen erinnerte daran, dass nach dem Betriebsverfassungsgesetz in allen Betrieben mit mindestens fünf Beschäftigten ein Betriebsrat gegründet werden könne. Ein Appell wurde an die Belegschaften von Unternehmen ohne eine solches Gremium gerichtet. Sie sollten diese Chance nutzen und eine solche Interessenvertretung bilden. Und die Arbeitgeber sollten solche Gründungen zulassen.

Von einem Feindbild zwischen Betriebsräten und Arbeitgebern könne keine Rede sein. Betriebsräte hätten die Aufgabe, zum Wohle der Belegschaft und des Betriebes zu arbeiten, betonte Stephan Brückner. Eine „faire Sozialpartnerschaft” könne gerade auch in Krisenzeiten zur Stärkung eines Unternehmens beitragen.

An alle Arbeitnehmer in der Region wurde appelliert, bei den Betriebsratswahlen zu kandidieren. Oft mangele es an Personen, die bereit seien, sich um die Probleme anderer zu kümmern. Alle Arbeitnehmer wurden auch aufgerufen, ihr Wahlrecht bei der Betriebsratswahl zu nutzen, um so mit einer hohen Wahlbeteiligung die Position des Betriebsrates zu stärken.

In der Betriebsratsarbeit gehe es um weit mehr als Parkplatzordnung oder Kantinenregelungen, merkte Michael Klein an und verwies als Beispiel darauf, dass es dem Betriebsrat bei Schlafhorst Oerlikon gelungen sei, einen geplanten Personalabbau wesentlich zu reduzieren. Ob Beschäftigungssicherung, Arbeitszeit, Gesundheitsschutz, Qualifizierung, Kündigung oder Entgelt - das Spektrum wichtiger Themen in der Betriebsratsarbeit ist nach Angaben von Ludger Bentlage breit gefächert.

Frühzeitig Probleme zu erkennen und Lösungen zu suchen, gemeinsam mit den Beschäftigten, und so Potenziale abzurufen - dies könne bedeutsam sein für jedes Unternehmen, so Bentlage. Nicht nur meckern, sondern kreativ mitzuwirken, dies sei wichtig in der Betriebsratsarbeit, sagte Michael Klein.

Für den DGB-Kreisvorsitzenden steht fest, dass zu einem gesunden Unternehmen ein Betriebsrat gehört „so wie das Wasser zum Bach”, sagte Willi Klaßen.
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