Kreis Heinsberg - Fahrräder sind bei Dieben „heiß begehrt“: Tipps zur Vorbeugung

Fahrräder sind bei Dieben „heiß begehrt“: Tipps zur Vorbeugung

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Trauriges Bild: Unzureichende Diebstahlsicherung bei einem Fahrrad hilft letztlich auch nicht weiter. Foto: Stock / Markus Tischler

Kreis Heinsberg. Fahrräder seien – gerade in der Sommerzeit – bei Dieben „heiß begehrt“. Verbunden mit diesem Hinweis hat die Pressestelle der Kreispolizeibehörde Heinsberg am Dienstag Tipps zur Vorbeugung veröffentlicht.

Orte, an denen viele Fahrräder stehen würden und an denen sie nicht alle ein- oder zumindest angeschlossen werden könnten, zum Beispiel an Bahnhöfen oder Sport- und Freizeitstätten, würden Dieben gute Gelegenheiten für ihre Taten bieten. Fahrradsicherungen müssten keinesfalls teuer sein, „aber sparen Sie bitte nicht an der falschen Stelle“, so der Rat der Polizei. Aufwand und Stabilität der Sicherungen sollten – vor allem bei teuren Fahrrädern und Elektro-Bikes – dem Wert angemessen sein. Ungeeignet seien Schlösser, die nur die Räder blockieren würden, da Diebe das Rad ohne Mühe wegtragen und verladen könnten. Auch dünne Bügelschlösser, Ketten oder (Spiral-)Kabel würden keine Sicherheit bieten, da sie schnell und leicht durchtrennt werden könnten.

Fahrradpass

Wenn Fahrräder wiedergefunden werden, können nach Angaben der Polizei viele von ihnen nicht mehr ihren Eigentümern zugeordnet werden, weil in den Diebstahlsanzeigen Angaben zu individuellen Kennzeichen fehlen würden. Dabei seien die Fahrräder zumeist schon von ihren Herstellern eindeutig mit einer Fahrradrahmennummer gekennzeichnet (zum Beispiel unter der Sattelstange oder am Tretlager). Die Polizei rät: „Stellen Sie wichtige Angaben und Daten zu Ihrem Fahrrad zusammen: Stellen Sie die Fahrradrahmennummer fest. Lassen Sie Ihr Rad vom Händler, der Polizei oder einem Fahrradclub codieren oder auf andere Art dauerhaft individuell kennzeichnen. Dazu wird häufig ein Code mit chiffrierten Informationen zum Besitzer verwendet. Rahmennummer und Code sollten Sie notieren, beispielsweise in einem Fahrradpass. Bewahren Sie ihn zusammen mit der Rechnung auf. Die Angaben darin werden nach einem Diebstahl für die polizeiliche Sachfahndung und die Versicherung gebraucht.“ Hilfreich sei es dann auch, Fotos von dem Fahrrad zur Hand zu haben.

Eigentumsnachweis

Die Polizei rät zudem, beim Kauf gebrauchter Fahrräder vom Verkäufer einen Eigentumsnachweis (Kaufbeleg) zu verlangen, damit Sicherheit bestehe, dass das Fahrrad nicht gestohlen sei. Personalien und Personalausweisnummer des privaten Verkäufers sollten notiert werden.

Massive Stahlketten

Zum Schutz gegen Diebstahl empfiehlt die Polizei den Bürgern: „Massive Stahlketten, Bügel- oder Panzerkabelschlösser können Ihr Fahrrad vor Diebstahl schützen. Schließen Sie Ihr Fahrrad immer mit dem Rahmen, Vorder- und Hinterrad mittels massiven Stahlketten, Bügel- oder Panzerkabelschlössern an einem feststehenden Gegenstand an – auch in Fahrradkellern oder ähnlichen Unterstellmöglichkeiten. Stellen Sie Fahrräder in gesicherten Räumen ab. Sichern Sie Türen, auch Nebeneingänge und die Fenster mechanisch. Gut gesicherte Fenster und Türen aufzubrechen dauert lange und verursacht Lärm.“ Davor würden auch „Profis“ zurückschrecken.

Zubehör wie Fahrradcomputer oder nicht fest montierte Tachometer und möglichst auch das Werkzeug aus der Werkzeug- oder Satteltasche sollten die Radbesitzer mitnehmen.

Tipps auch im Internet

Weitere Tipps zur Sicherung von Fahrrädern gibt es bei Fahrradhändlern sowie bei örtlichen Polizeidienststellen oder im Internet unter www.polizei-beratung.de – zum Beispiel das Faltblatt „Guter Rat ist nicht teuer. Und der Verlust Ihres Rades?“.

Wenn ein Fahrrad trotzdem gestohlen wird, sollte Anzeige erstattet werden bei der nächsten Polizeidienststelle. Dabei sollten Fahrradpass, Fahrradrahmennummer, Kaufbeleg und gegebenenfalls ein Foto des gestohlenen Fahrrades mitgebracht werden.

Bei Verdacht: 110 wählen

Die Polizei hat aber noch eine weitere Bitte: Wer den Verdacht habe, dass sich jemand unberechtigt an einem Fahrrad zu schaffen mache, sollte über den Notruf 110 die Polizei informieren.

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