Erkelenz - „Fahrradfreundliche Stadt”: Erkelenz ausgezeichnet

„Fahrradfreundliche Stadt”: Erkelenz ausgezeichnet

Von: koe
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Im Alten Rathaus in Erkelenz w
Im Alten Rathaus in Erkelenz wurde eine Urkunde unterzeichnet, die Erkelenz zur „fahrradfreundlichen Stadt” erklärt. Bürgermeister Peter Jansen setzte gern seinen Namen darunter. Foto: Koenigs

Erkelenz. Es war schon ein stolzer Augenblick, als Bürgermeister Peter Jansen im Rahmen eines Festaktes am Dienstag im Alten Rathaus eine Urkunde unterschrieb, wonach die Stadt Erkelenz jetzt offiziell den Titel „Fahrradfreundliche Stadt in Nordrhein-Westfalen” tragen darf.

In Anwesenheit von Staatssekretär Horst Becker vom NRW-Verkehrsministerium und der Geschäftsführerin Christine Fuchs von der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in NRW” (AGFS) wurde die Aufnahme-Urkunde unterzeichnet. Zuvor jedoch nahmen die Beteiligten die Gelegenheit wahr, in ausführlichen Reden die Bedeutung der Aktion zu würdigen.

Bürgermeister Peter Jansen sprach in der Begrüßung davon, dass sich „die Stadt Erkelenz neu formiert und das Thema Fahrradfahren eine nicht unbeträchtliche Rolle” spielen werde. Man sei allerdings erst einen wichtigen Schritt weiter und noch nicht am Ziel.

Den Gästen aus der Landesmetropole stellte anschließend der Technische Beigeordnete Ansgar Luerweg die Stadt Erkelenz vor.

Staatssekretär Horst Becker sprach Glückwünsche auch im Namen des Verkehrsministers aus und gratulierte zur Aufnahme in die Reihe der fahrradfreundlichen Städte. Die AGFS habe einen wichtigen Teil der NRW-Verkehrspolitik übernommen: „Die Förderung des Radverkehrs in Nordrhein-Westfalen ist ein zentrales Anliegen.” Die Landesregierung bemühe sich um ein ausgedehntes Wegenetz für den Fahrradverkehr. Schließlich brächten gute Radwege einen Standortvorteil und verbesserten die Infrastruktur.

Auch die Förderung des partnerschaftlichen Miteinanders mit den anderen Verkehrsteilnehmern sei von Bedeutung. Es gebe strenge Anforderungen für die Aufnahme in die AGFS, so der Staatssekretär. Erkelenz habe diese Hürde jedoch leicht geschafft. Das positive Engagement der Erkelenzer Bürger in Sachen Fahrradfahren, umfangreiche Fahrradabstellmöglichkeiten, ein durchgängiges Radwegenetz mit dem Schwerpunkt Wirtschaftswege und die Öffnung der Fußgängerzonen und Einbahnstraßen waren nur einige der Pluspunkte, die die Stadt Erkelenz beim Besuch der Bewertungskommission im September sammeln konnte.

Aber auch Mobilitätsmanagementmaßnahmen wie die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit” und die großen Fahrradveranstaltungen wie der Fahrradfrühling und der Niederrheinische Radwandertag fanden löbliche Erwähnung. Horst Becker erwähnte jedoch auch geringe Defizite wie den Nachholbedarf bei der Barrierefreiheit.

AGFS-Geschäftsführerin Christine Fuchs schloss sich den Ausführungen des Staatssekretärs an. Und sie erwähnte, dass 65 Städte und Gemeinden aktuell der AGFS angehören.

Es seien „Modellstädte für eine zukunftsfähige, ökologisch sinnvolle und stadtverträgliche Mobilität”, die für eine Gleichberechtigung aller Verkehrsarten plädiere, also natürlich auch das Auto mit einbeziehe.
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