Fahrrad-Bus soll durch den Kreis rollen

Von: disch
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Im Jahr 2014 soll ein Freizeit- und Fahrrad-Bus sonn- und feiertags quer durch den Kreis Heinsberg rollen: West-Mitarbeiter Peter Meyers demonstriert, wie das Verladen funktionieren soll. Foto: Georg Schmitz

Kreis Heinsberg. Im kommenden Jahr soll an Sonn- und Feiertagen ein Freizeit- und Fahrrad-Bus von Mai bis Oktober durch den Kreis Heinsberg rollen. Entsprechende Pläne stellte Ralf Dick vom Amt für Umwelt und Verkehrsplanung im Ausschuss für Umwelt und Verkehr vor. In Kooperation mit West Energie und Verkehr sollen die Planungen vorangetrieben werden.

Vor allem den Grünen liegt die Etablierung eines solchen Angebots schon länger am Herzen. So hatten sie im Jahr 2010 einen Antrag gestellt. Zum weiteren Ausbau des Wirtschaftsfaktors Freizeit und Tourismus im Kreis Heinsberg könne ein Fahrrad-Bus erheblich beitragen, hieß es damals bei der Anregung für die Schaffung einer Fahrrad-Buslinie in Form eines Fahrrad-Anhängers und die Ausarbeitung einer entsprechenden Freizeit-Buslinie.

Verwiesen wurde von den Grünen auf das Projekt „Fietsenbus“, mit dem im Kreis Borken große Erfolge verzeichnet würden. Vor einigen Jahren habe es im Kreis Heinsberg bereits einmal einen solchen Versuch gegeben, der aber in den Anfängen stecken geblieben sei. Ein neues Konzept sei daher notwendig. Der Kreis Heinsberg verfüge über viele Sehenswürdigkeiten und attraktive Freizeitangebote, die zum Beispiel von Tagestouristen mit dem Rad besucht würden, so die Grünen.

Da die Orte teilweise sehr weit auseinander liegen würden und auch von den Bahnhöfen zum Teil schlecht erreichbar seien, könne ein Freizeit-Bus in Form von einem Fahrrad-Express Abhilfe schaffen. Der Fahrrad-Bus solle wichtige Knotenpunkte und Sehenswürdigkeiten verbinden.

Jetzt hält die Kreisverwaltung den Zeitpunkt für gegeben, sich angesichts der im Dezember anstehenden Inbetriebnahme der Wurmtalbahn zwischen Heinsberg und Lindern (Teilstrecke der RB 33) „unter den verbesserten Randbedingungen des ÖPNV-Angebotes 2014“ intensiver mit dieser Thematik zu befassen.

Abgestimmt auf das Eisenbahnangebot im Kreis Heinsberg soll der Freizeit- und Fahrrad-Bus mit einem Fahrrad-Anhänger beispielhafte örtliche Sehenswürdigkeiten im Kreisgebiet ansteuern. Auf einer 83 Kilometer langen Strecke sollen zwei Busse unterwegs sein. Beide starten gegen 10 Uhr und dann noch einmal gegen 15 Uhr an den Bahnhöfen in Geilenkirchen und Erkelenz.

Der Kostenansatz der West beläuft sich für dieses Projekt auf 1400 Euro je Betriebstag, berichtete Ralf Dick im Verkehrsausschuss. Einnahmeschätzungen liegen nach seinen Angaben nicht vor. Die Einnahmen würden aber den Gesamtkostenaufwand in Höhe von 42.000 Euro für die geplanten 30 Betriebstage im kommenden Jahr entsprechend reduzieren.

Wie Ralf Dick weiter erläuterte, werde im Aachener Verkehrsverbund mit der Zielperspektive 2020 eine Mobilitätskarte angestrebt, die eine Erweiterung des Tickets für Bus und Bahn um die Nutzung von Angeboten wie Leih-Fahrrädern oder Leih-Pedelecs oder auch Car-Sharing oder privaten Mitnahmemöglichkeiten vorsehe. Der AVV beteilige sich an Projekten zur Entwicklung einer beispielhaften zeitnahen Erprobung eines solchen Mobilitätsverbundes.

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