Facebook-Party: Es bleibt ruhig am Ratheimer Adolfosee

Von: disch
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Am Adolfosee in Ratheim blieb
Am Adolfosee in Ratheim blieb es ruhig am Wochenende: Die geplante Facebook-Party war mit Allgemeinverfügungen untersagt worden. Trotzdem waren vorsorglich Einsatzkräfte vor Ort. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. „Keine besonderen Vorkommnisse. Das Verbot scheint zu fruchten”, hatte bereits am frühen Samstagabend auf Nachfrage die Leitstelle der Kreispolizeibehörde Heinsberg mit Blick auf den Adolfosee in Hückelhoven-Ratheim gemeldet.

Und so ruhig blieb die Lage dann auch im weiteren Verlauf des Abends und der Nacht.

„Wir werden den Adolfosee abreißen”, hatte es ursprünglich in einer Facebook-Einladung zu einer Party mit dem Titel „Project X Heinsberg Reunion” geheißen, später war von einer „netten, ruhigen Sitzparty” die Rede. So oder so: Die Stadt Hückelhoven und der Kreis Heinsberg hatten die von Samstag bis Montag geplante Party mit Allgemeinverfügungen untersagt. Unter anderem deshalb, weil Campen, Lagern und Zelten sowie größere Veranstaltungen in Landschaftsschutzgebieten nicht erlaubt seien.

Zugänge abgesperrt

Über 18.000 Personen hatten über Facebook die Einladung zur Party erhalten. Über 1800 hatten zugesagt. Bei 1500 war die Teilnahme noch unsicher. Schließlich verschwand die von „Zohan Frissibuble” online gestellte Einladung aber aus Facebook, doch die Party blieb in anderen Portalen trotzdem angekündigt. Deshalb waren - wie angekündigt - am Samstag die Zugänge zum Adolfosee vorsorglich abgesperrt worden. Selbst der Rurradweg wurde am See umgeleitet.

Die Lage am Abend: Sowohl die Stadt (als Ordnungsbehörde) als auch der Kreis (als Untere Landschaftsbehörde) sowie die Kreispolizei waren im Einsatz. Die Polizei fuhr verstärkt mit Extra-Kräften Streife. Insgesamt waren nach Angaben der Stadtverwaltung 33 Kräfte von Stadt, Kreis und Polizei vor Ort, darunter auch drei Hundeführer. Die Freiwillige Feuerwehr Ratheim sorgte für die Versorgung der Einsatzkräfte.

Aufgetaucht zum Partyfeiern waren vor Ort einzelne Personen und kleinere Gruppen, bis zu zehn Köpfe groß. Die meisten Fahrzeuge hätten an den Sperren abgedreht, hieß es. Einige Personen seien auch ausgestiegen, doch außer kleineren Diskussionen habe es keinen größeren Ärger gegeben, so die Auskünfte der Stadt. Auch von Seiten der Polizei war zu erfahren, dass es keinen Grund zum Einschreiten gegeben habe.

Einsatzende am Sonntag

Während die Sperrungen bereits am späten Samstagabend wieder aufgehoben wurden, blieb das Gelände am Adolfosee aber weiter permanent unter Beobachtung, ehe dann im Laufe des Sonntags das Einsatzende folgte.
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