Kreis Heinsberg - Explosion überschattet Jahreswechsel

Explosion überschattet Jahreswechsel

Von: disch
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Mit Feuerwerk wurde das neue Jahr auch im Kreis Heinsberg begrüßt. Dieses Bild zeigt den Himmel über Selfkant-Süsterseel. Nur mit einer Langzeitbelichtung und entsprechender Blende war diese Aufnahme möglich; zudem half der klare Himmel mit dem zunehmenden Mond dem Fotografen. Foto: Franz Severins
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Mit Atemschutz waren die Feuerwehrleute in Waldfeucht-Haaren bei der Brandbekämpfung im Einsatz. Foto: Krocker
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Auch die Drehleiter aus Heinsberg wurde zum Ausleuchten der Einsatzstelle in Waldfeucht-Haaren angefordert. Foto: Krocker

Kreis Heinsberg. Auch im Kreis Heinsberg ist das neue Jahr mit viel Feuerwerk begrüßt worden. Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr sprachen am Neujahrstag mit Blick auf die Stunden unmittelbar vor und nach dem Jahreswechsel von einem relativ normalen und eher ruhigen Einsatzgeschehen.

Doch eine Explosion in einem Wohnhaus in Waldfeucht-Haaren, bei der am frühen Silvesterabend ein 43-jähriger Mann schwer verletzt worden ist, hat den Jahreswechsel im Kreis Heinsberg überschattet.

In Haaren war es kurz vor 19 Uhr zu der Explosion im Keller eines Einfamilienhauses an der Straße Im Pölert gekommen. Dabei zog sich der Hausbewohner nach Polizeiangaben schwere Verletzungen zu. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Frau und die beiden Kinder blieben unverletzt.

Nach ersten Erkenntnissen geht die Polizei von einem Unglücksfall mit ­einer Gasflasche aus. Wie sie mitteilte, war die Gasflasche offenbar als Heizgerät genutzt worden. Der Mann befand sich bei der Explosion im selben Raum; er erlitt Brandwunden. Am Wohnhaus entstand ein derart erheblicher Sachschaden, dass es vorerst nicht bewohnbar ist. Die Bewohner wurden bei Angehörigen untergebracht.

Als das erste Fahrzeug von der Löschgruppe Haaren der Freiwilligen Feuerwehr Waldfeucht wenige Minuten nach der Alarmierung an der Einsatzstelle eingetroffen war, drang dichter Rauch aus einem Wohnhaus. Sofort wurde die Alarmstufe erhöht. Nun wurden auch die Löscheinheiten aus Obspringen, Brüggelchen und Bocket sowie die Drehleiter aus Heinsberg alarmiert. Der Rettungsdienst war ebenfalls mit drei Rettungswagen und zwei Notärzten vor Ort. Im Keller des Hauses war es laut Wehr zu einem ausgedehnten Brand gekommen. Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz zur Brandbekämpfung in den Keller vor. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden. Die Drehleiter aus Heinsberg wurde zum Ausleuchten der Gebäuderückseite eingesetzt. Die Nachlöscharbeiten wurden mit Hilfe einer Wärmebildkamera vorgenommen. Nach zweieinhalb Stunden war der Feuerwehreinsatz beendet.

50 Rettungsdiensteinsätze

Zwischen 18 Uhr am Silvesterabend und 6 Uhr am Neujahrsmorgen verzeichnete die Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst des Kreises Heinsberg in Erkelenz insgesamt elf Feuerwehreinsätze nach Bränden oder als technische Hilfeleistungen. Es gab mehrere Containerbrände sowie Rauchentwicklungen. In einem Fall entpuppte sich ein gemeldetes Feuer allerdings als Grillfeuer. Knapp 50 Rettungsdiensteinsätze wurden gezählt.

Rund um den Jahreswechsel musste die Polizei kreisweit zu insgesamt 59 Einsätzen ausrücken, bilanzierte die Leitstelle der Kreispolizeibehörde in Heinsberg am Neujahrsmorgen. Es handelte sich um Sachbeschädigungen und Ruhestörungen, aber auch um leichtere Unfälle und Einbruchsdelikte. Nach einer körperlichen Auseinandersetzung in Himmerich wurde eine Person zur Ausnüchterung in Gewahrsam genommen.

Sonderkontrollen

Bei Sonderkontrollen der Polizei im Kreisgebiet wurden bis zum Neujahrsmorgen (6 Uhr) insgesamt 113 Fahrzeugführer kontrolliert. Ein Fahrer musste sich aufgrund seiner Alkoholisierung einer Blutprobe unterziehen; sein Führerschein wurde sichergestellt. Ein weiterer Fahrzeugführer stand unter Drogeneinwirkung; auch in diesem Fall erfolgte eine Blutprobenentnahme.

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