Ex-Chefredakteur des Stern in Heinsberg zu Gast

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Heinsberg. Michael Jürgs, ehemaliger Chefredakteur des Stern, geht am Dienstag, 13. April, in Heinsberg der Frage auf den Grund, „warum wir hemmungslos verblöden”.

Im Gespräch mit Rainer Herwartz, verantwortlicher Redakteur von Heinsberger Zeitung und Heinsberger Nachrichten, wird Michael Jürgs im Rahmen der Reihe „Auf ein Wort mit...” die von ihm beklagten „Seichtgebiete” ein wenig durchwandern.

Alle wüssten es, aber keiner schreie auf: Ob falsche Betroffenheit in Talkshows, prollige Vorbilder wie Mario Barth oder Dieter Bohlen, von Supernannys statt ihren Eltern erzogene Kinder oder die selbst vom Feuilleton zu lkonen der Subkultur stilisierten Bestsellerautoren à la Roche, Bushido und Co - überall breiteten sich Seichtgebiete und Verblödung aus.

Dieser Meinung jedenfalls ist der ehemalige Chefredakteur von Stern und Tempo, Buchautor Michael Jürgs, Jahrgang 1945. Er prangert nicht deutsch bierernst, sondern indem er sie lächerlich macht, jene an, die angeblich zynisch schamlos mit der Verdummung Geld machen. Er schont aber auch nicht sich und seine Branche, und erst recht nicht die Oberlehrer der Nation, die nur angeekelt ihre Nasen rümpften.

Mit seiner provokanten Streitschrift „Seichtgebiete - Warum wir hemmungslos verblöden” warnt Jürgs vor den Folgen einer verödenden demokratischen Kultur. Seine Lebensbeschreibungen „Der Fall Romy Schneider”, „Der Fall Axel Springer”, „Bürger Grass” und „Eine berührbare Frau” (über Eva Hesse) wurden ebenso Bestseller wie „Der kleine Frieden im Großen Krieg” (2003), „Der Tag danach”, „Typisch Ossi, typisch Wessi” (2005, zusammen mit der TV-Journalistin Angela Elis) und zuletzt „Wie gehts Deutschland?”.

Zu der Veranstaltung am Dienstag, 13. April, 20 Uhr, in der Buchhandlung Gollenstede an der Hochstraße 127 in Heinsberg ist auch das Publikum wieder herzlich eingeladen, sich aktiv am Dialog zu beteiligen. Karten gibts in der Buchhandlung.
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