Kreis Heinsberg - Evangelischer Kirchenkreis präsentiert Index Inklusion

Evangelischer Kirchenkreis präsentiert Index Inklusion

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Sie stellten die neuen Broschüren vom Evangelischen Kirchenkreis vor: Gaby Bügler, Superintendent Jens Sannig, Pfarrer Daniel Müller-Thor, Melanie Palm und Georg Nebel (v. l. n. r.). Foto: dk

Kreis Heinsberg. Seit etwa fünf Jahren widmen sich Gemeinden und Einrichtungen des Evangelischen Kirchenkreises Jülich dem Thema „Kinderarmut“. In Veranstaltungen, Fortbildungen, Gesprächen oder Rollenspielen wurde das Thema lebendig und anschaulich. Vor allem aber verfolgen Kirchengemeinden und Jugendeinrichtungen das Ziel, Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus von ­Armut und geringem Einkommen betroffenen Familien so zu in­tegrieren, dass sie ohne Wenn und Aber dazu gehören.

Diese Bemühungen gehören zu dem großen Thema Inklusion, das einem in diesen Wochen vor allem im Bezug auf die Einbeziehung von Menschen mit Behinderung in Kindergärten und Schulen begegnet.

Intensive Arbeit

Die intensive Arbeit im Kirchenkreis Jülich hat neben vielen kleinen Früchten in der konkreten Arbeit vor Ort auch zwei schriftliche Produkte hervorgebracht, die jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt wurden: Der Index Inklusion für die Offene und Mobile Kinder- und Jugendarbeit und der Gemeindliche Index für Inklusion sollen haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden wie auch Gemeindeleitungen und anderen Interessierten Hilfen an die Hand geben, wie Inklusion gelingen kann und was dabei zu beachten ist.

Georg Nebel, Leiter des synodalen Jugendreferates, seine Kollegin Gaby Bügler, zuständig insbesondere für die Bildungsarbeit, der ­synodale Jugendpfarrer Daniel Müller-Thor sowie die Wassenberger Jugendmitarbeiterin Melanie Palm präsentierten zusammen mit Superintendent Pfarrer Jens Sannig die beiden Broschüren, die Gemeinden sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen Mut machen sollen.

Indem der Index jeweils Fragen stellt („Erleben alle Besucherinnen und Besucher den ersten Kontakt mit der Kirchengemeinde als freundlich und offen?“), bringt er auch zum Nachdenken, ohne zu belehren. Und er motiviert zu kleinen Schritten, die niemanden überfordern.

Keiner soll ausgegrenzt werden

„Inklusion meint, dass unsere Gemeinschaft so gestaltet werden kann, dass kein Mensch aus der Gemeinschaft herausfällt oder ausgegrenzt wird“, schreibt der Superintendent in seinem Vorwort zum Gemeindlichen Index für Inklusion.

Und Jugendpfarrer Daniel Müller-Thor eröffnet den Index Inklusion für die Offene und Mobile Kinder- und Jugendarbeit so: „Im Zentrum evangelischer Jugend­arbeit steht die Überzeugung, dass Gott alle Menschen mit gleicher Würde, gleichen Rechten und gleichem Wert geschaffen hat.“ Dabei zu helfen, dass diese Überzeugungen und Ziele mehr und mehr vor Ort Wirklichkeit werden, dazu sollen beide Broschüren einen wichtigen Beitrag leisten.

Die intensive Arbeit des Synodalen Jugendausschusses an diesen beiden Werken sollte sich im Alltag der Gemeinden und Einrichtungen, aber auch in Schulen auszahlen. Davon sind die Macher jedenfalls überzeugt.

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