Evangelische Erwachsenenbildung: Von Eltern-Kind-Gruppen bis zur Körperbildung

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In der „Arche” in Heinsberg: Elke Bennetreu (2.v.l.) und Pfarrer Sebastian Walde (hinten, rechts) besuchten im Rahmen der Programmpräsentation eine Eltern-Kind-Gruppe. Foto: Petra Wolters

Kreis Heinsberg. Im Rahmen einer Imagekampagne für mehr Weiterbildung - unter dem „Klein anfangen, groß rauskommen” - hat auch der Kirchenkreis Jülich über sein umfassendes Programm evangelischer Erwachsenenbildung informiert.

Im Kreis Heinsberg gebe es umfassende Angebote für mehr Erziehungskompetenz und für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit betonte Elke Bennetreu, Leiterin der evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Jülich, im Rahmen einer Präsentation im Jugendheim „Arche” in Heinsberg. Unterstützt wurde sie dabei von Pfarrer Sebastian Walde und von Rosie Seidel, der Koordinatorin der Erwachsenenbildung in der Kirchengemeinde Heinsberg.

Schwerpunkt der Weiterbildung in puncto Erziehungskompetenz sind die Eltern-Kind-Gruppen, die in den Gemeinden angeboten werden. Alleine in Heinsberg gebe es unter der Leitung von Uschi Preuss 20 Gruppen mit insgesamt rund 400 Teilnehmern, betonte Seidel.

Immer beliebter würden auch die Gruppen für Väter und Kinder. Sie würden dabei nicht nur Gemeinsamkeiten mit ihren Kindern entdecken. „Gleichzeitig tut es den Männern gut, dies mit anderen Männern zu tun und hier gemeinsame Erfahrungen zu sammeln”, so Bennetreu.

Im Bereich Persönlichkeitsentwicklung bietet die Kirchengemeinde Heinsberg zum Beispiel in Kooperation mit dem „atelier.k” regelmäßig ein Philosophisches Café. „Auf der Couch - aktuelle Themen im Gespräch” heißt es regelmäßig im Gemeindesaal in Oberbruch, etwa am 15. Dezember um 19.30 Uhr unter der Überschrift „Wünsche an das Universum - Zum kritischen Umgang mit Heilsversprechen von Sekten und Esoterikern”.

Die Auseinandersetzung mit dem Tod, auch mit dem eigenen, ermögliche die vierteilige Reihe „Der Mensch und sein Tod”, die derzeit im Gemeindezentrum Randerath angeboten werde. Auch im Bereich Persönlichkeitsentwicklung verzeichnet die evangelische Kirche eine Zunahme von Männergruppen, die es derzeit in Gangelt, Heinsberg und Hückelhoven gibt.

Was politische und gesellschaftliche Themen angeht, hat die evangelische Kirche in diesem Jahr den Mauerfall und das 60-jährige Bestehen der Bundesrepublik in den Mittelpunkt gestellt. Im Hinblick auf die Landtagswahl 2010 sind für den 24. März ein Besuch im Landtag und eine Podiumsdiskussion mit Landtagsabgeordneten zum Thema Bildung geplant. Das Thema Rechtsextremismus, dem zwei Veranstaltungen in Hückelhoven gewidmet waren, soll im kommenden Jahr mit einer Veranstaltung zu „Fußball und Rechtsextremismus” fortgesetzt werden.

Breiten Raum nimmt neben Sprachkursen vor allem die sogenannte Körperbildung ein, deren Ziel es ist, Seele, Geist und Körper in Balance zu halten. „Geist und Seele stärken sich im bewussten Umgang mit dem Körper”, sagte Bennetreu. „Schade, dass das Land NRW diesen Zweig der Bildung fallen ließ und nicht mehr finanziell unterstützt, ebenso wie den kreativen Bereich”, bedauerte sie.

Die evangelische Kirche biete in ihrem Weiterbildungsprogramm für die Region Heinsberg pro Jahr rund 5200 Unterrichtsstunden an. Der Kirchenkreis unterstütze die Erwachsenen- und Familienbildung pro Jahr mit etwa 110.000 Euro, so Bennetreu. „Dabei versteht sich unsere Begegnungs- und Bildungsarbeit immer als offen für alle und nicht konfessionell eingeengt.” Im Internet sind Informationen unter http://www.kkrjuelich.de zu finden.
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