Europatage in Wassenberg: Demografischer Wandel im Blick

Von: defi
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Gefeiert wurden die Europatage
Gefeiert wurden die Europatage in Wassenberg von (v.l.) Manfred Winkens, Claude Lemetayer, Hélène Durant, Richard Pearce, Jacqueline Serrand, Sepp Becker und Chrit Wolfhagen. Foto: defi

Wassenberg. Im Zeichen der internationalen Begegnung stand die Stadt Wassenberg bei den Europatagen 2012. Die Partnerstädte Wassenberg, Pontorson und High-worth feierten gemeinsam und, so Sepp Becker, Präsident des Wassenberger Partnerschaftskomitees: „Roerdalen kriegen wir auch noch mit ins Boot.”

Deutschland, Frankreich, England und die Niederlande unter einem Hut? Zumindest in Wassenberg ist das kein Problem. „Wir saßen abends zusammen im Wohnzimmer mit unseren Gästen aus Frankreich und England, das war sehr schön”, erinnert sich Dr. Karin Hilgers, Kassiererin des Partnerschaftskomitees.

Die französischen Partner, 60 an der Zahl, waren im Bus angereist. Die englischen Städtepartner hatten die Anreise zu 20 Personen privat organisiert über den Kanal angetreten, und auch ein Vertreter der niederländischen Nachbargemeinde Roerdalen war auf einen Sprung über die Grenze vorbeigekommen.

Karin Hilgers ist auch Schulleiterin der Betty-Reis-Gesamtschule, die beim Festakt der Europatage 2012 von Wassenbergs Bürgermeister Manfred Winkens hoch gelobt wurde: „Ohne diese Schule wäre diese Städtepartnerschaft nicht zu organisieren.” Sepp Becker war als Präsident des Wassenberger Komitees vier Tage lang im Dauereinsatz. Beim Festakt im Forum der Gesamtschule, gleich nach dem Ökumenischen Gottesdienst in der benachbarten Kreuzkirche, sagte Becker: „Sie wollen mitmischen und sich einbringen im kommunalen Bereich, und ihr Einsatz ist äußerst wertvoll für unsere Gesellschaft.” Dieser Satz war gemünzt auf die ältere Generation, der das Thema der Europatage 2012 „Älter werdende Gesellschaften im Vergleich”, adäquat zum „Europäischen Jahr 2012 - für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen” gewidmet war.

Claude Lemetayer, Vize-Bürgermeister der Partnerstadt Pontorson, verwies auf ein bemerkenswertes Detail im Zusammenhang mit der Präsidentenwahl. Lemetayer: „Den Franzosen eröffnen sich neue Perspektiven. Zum Beispiel haben etwa 150.000 Menschen die Möglichkeit, schon mit 60 in Rente zu gehen, wenn sie 41 Jahre lang Beiträge gezahlt haben.” Bürgermeister Manfred Winkens merkte an, „dass die Stadt Wassenberg, was den demografischen Wandel angeht, gut aufgestellt ist, und wir uns für die Zukunft keine Sorgen machen müssen. Die Stadt ist bis heute ständig gewachsen, und das statistische Landesamt NRW sagt uns bis zum Jahr 2020 keine Einwohnerverluste voraus.”

Hélène Durant, Vorsitzende des Komitees Pontorson sagte mit Blick auf die den Festakt begleitende Ausstellung von Schülerarbeiten zum Älterwerden: „Die Verlängerung des Lebens ermöglicht den wachsenden Austausch zwischen den Generationen, und wir können uns darüber freuen.” Als Vorsitzender des Partnerschaftskomitees Highworth betonte Richard Pearce: „Die Partnerschaftsaktivitäten sind sicher solche, die man als Teil des aktiven Alterns genießen kann.” Musikalisch gestaltet wurde der Festakt von der Musikgruppe „Quod libet”. 27 Schüler aus Highworth und 27 aus Wassenberg hatten für den feierlichen Anlass gemeinsam eine große Collage angefertigt, die Sehenswürdigkeiten beider Städte künstlerisch darstellt.

Nach dem Festakt und einem ausgedehnten Mittagsmahl nach französischer Tischsitte erkundeten Gäste und Gastgeber, wo Menschen in Wassenberg alt werden können. Die internationale Teilnehmerschar des Europatages besuchte die Seniorenanlage Elmound das Johanniter-Stift.
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