Europa-Parlamentarierin zu Gast beim Frauenzentrum

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Zum Frauenfrühstück des Vereins Frauenzentrum kam zur Freude der Vorsitzenden Rita Zurmarhr-Tabellion (Bildmitte mit Flyer) auch Sabine Verheyen von der CDU (rechts neben ihr), Mitglied des Europäischen Parlaments, ins Hückelhovener Hotel am Park. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Der Verein Frauenzentrum hatte haupt- und ehrenamtlich Engagierte in der Arbeit mit Flüchtlingen, aber auch interessierte Bürgerinnen zum Dialog miteinander eingeladen. Dieses Frauenfrühstück fand im Hückelhovener Hotel am Park statt.

Vertreterinnen von Stadt, Jobcenter, Integration Point, Diakonie, katholischer Kirche und Politik informierten über ihre Zielgruppen, Bedingungen ihrer Arbeit und Verbesserungsmöglichkeiten. Synergieeffekte, aber auch Grenzen konnten aufgezeigt werden. Immer wieder wurde deutlich, wie wichtig für die Integration einzelner Flüchtlinge, Paare und größerer Familien die Arbeit und der Kontakt, die persönliche Hilfe ehrenamtlicher Menschen ist.

Dabei sei Deutschunterricht eine wichtige Basis, um sich im neuen Land orientieren und Ausbildung oder Arbeit beginnen zu können. Hilfe, Unterstützung und Verständnis von Nachbarn, Mitschülern, Lehrern und achtsamen Menschen, Vereinen oder Arbeitgebern würden Bildungswege und Integration erheblich erleichtern. Diese Entwicklungen seien nicht von Hauptamtlichen allein zu leisten.

Dass in Hückelhoven und im Kreis Heinsberg Migranten und Migrantinnen sowie Kinder weiterhin noch viel Unterstützung und Förderung in der Phase der Integration bräuchten, wurde immer wieder in Beiträgen deutlich. Dass gesellschaftliche Werte deutlich vertreten und vermittelt werden müssten, sei Grundüberzeugung bei allen Diskutanten gewesen, berichtete das Frauenzentrum. Herausgestellt wurden Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, unabhängiger Journalismus, Wahlfreiheit, Gleichstellung von Mann und Frau und Demokratie.

So wurde auch die 70-jährige Demokratie und Friedenszeit in Deutschland und Europa als Wert und Gesellschaftserfolg besonders positiv anerkannt und gewertet. Eine kulturelle Aufgabe werde die Anerkennung der Gleichheit von Frauen und Männern bleiben, hieß es. Da werde viel Arbeit auf allen Ebenen zu leisten bleiben, im Umgang miteinander, in Schulen, Vereinen und Gruppen, in der Politik. 

Sabine Verheyen (CDU) aus Aachen, Mitglied des Europäischen Parlaments, war Gast in der Diskussion zu diesen Themen, nahm zahlreiche Anregungen für die Politik mit und zeigte die Bemühungen des Europa-Parlaments auf, diese Herausforderungen zu bewältigen und die Zahl der vor Krieg, Despoten und Zerstörung fliehenden Menschen zu begrenzen.

Bildungsprogramme könnten die Integration anerkannter Flüchtlinge beschleunigen und verbessern. Der Versuch der Bundeskanzlerin, im Dialog zu bleiben mit Vertretern der Türkei und nordafrikanischer Staaten sei eine notwendige und langfristig ­äußerst sinnvolle Maßnahme.

Den Teilnehmerinnen wurde nach Angaben des Frauenzentrums bei diesem Frauenfrühstück bewusst, dass es wieder einen stärkeren Einsatz für demokratische gesellschaftliche Strukturen und für ein geeintes Europa geben müsse. Die geänderten politischen Verhältnisse in den Mitgliedstaaten und der Welt würden alle ­herausfordern, mehr Engagement für Europa zu zeigen, um wirtschaftlichen Wohlstand, Demokratie und Frieden in Deutschland und Europa zu sichern.

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