Kreis Heinsberg - Euro-Jugend-Seminar: „Jugend in Europa“ als Thema

Euro-Jugend-Seminar: „Jugend in Europa“ als Thema

Von: agsb
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„Jugend in Europa“ war ihr Thema: Das Foto zeigt die Teilnehmer des Euro-Jugend-Seminars vor der Schwimmsportschule in Übach-Palenberg, wo sich die Teilnehmer in dieser Woche wie zu Hause fühlten. Foto: agsb

Kreis Heinsberg. Im Rahmen des Festes der Begegnung aus Anlass ihres 25-jährigen Bestehens hatte die Sparkassen-Stiftung zum siebten Euro-Jugend-Seminar junge Heranwachsende im Alter von 18 bis 22 Jahren eingeladen.

Es wurden sieben junge Menschen aus Nischni Nowgorod (Russland) und vier Teilnehmer aus Komárom-Esztergom (Ungarn) begrüßt. Von der Kreissparkasse Heinsberg waren vier Auszubildende dabei, von der Kreisverwaltung zwei. „Jugend in ­Europa“ lautete das Thema.

Die Seminarteilnehmer waren in der Schwimmsportschule in Übach-Palenberg untergebracht. In der Sportjugend des Kreissportbundes hatte die Sparkassen-Stiftung schon vor Jahren den geeigneten Partner, auch diesmal sorgte die Sportjugend für einen reibungslosen Ablauf.

Der Dienstag stand im Zeichen von Köln, wo nicht nur der Dom, sondern auch das Deutschen Sport- und Olympia-Museum besucht wurde. Am Abend gab es dann in der Schwimmsportschule den ersten politischen Austausch mit Jugendvertretern der im Landtag vertretenden Partien – mit der Flüchtlingspolitik als Schwerpunktthema.

Besuch beim Kreis und in der JVA

Am Mittwoch wurden die Teilnehmer im Heinsberger Kreishaus empfangen. Es folgte dort ein Informationsgespräch zum Thema Sucht. Die Jugendlichen staunten, als sie die Rauschbrille aufsetzten, und sie mussten erkennen, wie gefährlich Alkoholkonsum und generell Betäubungsmittel besonders im Straßenverkehr sind.

Am Nachmittag folgte dann eine Begegnung, welche die Teilnehmer mehr als nachdenklich stimmte. Mit einem mulmigen Gefühl im Magen ging es zur Justizvollzugsanstalt in Heinsberg. „Wir fühlten uns irgendwie immer beobachtet“, berichteten die jungen Menschen. In der Sporthalle trafen sie JVA-Insassen. Die Seminarteilnehmer trafen da auf in etwa gleichaltrige junge Menschen, die auch zum Kreis der Seminarteilnehmer hätten zählen können.

„Wir haben Mist gebaut und zahlen nun den Preis“, bekannten Insassen reumütig. Im Rahmen der Ausbildung in der JVA stand Sport auf dem Unterrichtsplan, wobei diese Sportstunde eine ganz besondere war. Beim gemeinsamen Völkerballspiel wurden schnell alle Berührungsängste abgebaut. Nach dem Spiel gab es von beiden Seiten in einer gemeinsamen Runde Fragen über Fragen. Als ein Insasse den Tagesablauf in der JVA schilderte, merkten die Seminarteilnehmer sehr schnell, dass sich hinter den Mauern eine ganz andere Welt verbirgt.

Die Kaiserstadt Aachen mit Stadtrallye, Besichtigung der RWTH und Besuch des Kletterwaldes stand am Donnerstag auf dem Programm, ehe am Freitag mit der Auswertung des Seminars, mit der Teilnahme am Empfang zum Abschluss des Festes der Begegnung in Heinsberg und dem Besuch des Bürgerfestes in der Kreisstadt das Ende des Euro-Jugend-Seminars nahte.

Am Samstag heißt es dann, Abschied zu nehmen – und dies dürfte nicht leicht fallen, schweißte diese Woche die Gruppe doch zusammen.

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