Euregio-Turnier: Pferdesport präsentiert sich grenzenlos

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Regard complice d'un cheval de Camargue - Sainte Marie de la Mer - France

Kreis Heinsberg. Der Kreisverband der Reit- und Fahrvereine Heinsberg veranstaltet nun schon zehn Jahre lang das Euregio-Turnier in den benachbarten Niederlanden. Am kommenden Wochenende, am 1. und 2. Februar, treffen sich die Springreiter auf der Reitanlage in Katsbek (Susteren), das Wochenende danach (8. und 9. Februar) ist für die Dressurreiter reserviert.

Wie entstand die Idee zu dieser mittlerweile im gesamten Rheinland bekannten Veranstaltung? Immer wieder – so berichtete der Kreisverband – sei von Reitern aus dem Kreisgebiet bemängelt worden, dass sie nur begrenzte Möglichkeiten zur Turnierteilnahme in der näheren Umgebung hätten. Aufgrund der besonderen Lage, als westlichster Kreis Deutschlands, fehle die Nähe zu vielen deutschen Reitsportveranstaltungen.

Starts auf regionalen Reitturnieren in den Niederlanden oder Belgien waren und sind zwar möglich aber immer mit erheblichem Aufwand verbunden. Ähnliche Probleme haben natürlich auch niederländische und belgische Reiter im Grenzgebiet. Im Bereich des Leistungssports gibt es auf internationalen Veranstaltungen einheitliche Regelungen. Aber im Bereich des regionalen Turniersports gibt es große Unterschiede zwischen niederländischen und deutschen Anforderungen und Wettkampfregeln.

2004 beschritt der Kreisverband der Reit- und Fahrvereine einen neuen Weg und veranstaltete zu Jahresbeginn im niederländischen Montfort ein Euregio-Treffen der Springreiter. Im folgenden Jahr standen die Dressurreiter im Blickpunkt – in Beek. Aufgrund der steigenden Nachfrage aus dem ganzen Rheinland findet das Euregio-Turnier inzwischen jedes Jahr im Januar oder Februar statt. Bei diesen Turnieren können sich nach deutschen Wettkampfregeln Belgier, Niederländer und Deutsche miteinander messen.

„Aufgrund der idealen Voraussetzungen, zwei großzügige nebeneinander liegende Hallen, wächst die Teilnehmerzahl von Jahr zu Jahr“, freut sich Hans Peter Molls, der Vorsitzende des Kreisverbandes der Reit- und Fahrvereine Heinsberg. „Positiv ist auch, dass wir durch dieses Indoor-Event Anfang des Jahres im Laufe der Sommersaison viele Gegeneinladungen für Heinsberger Reiter aus anderen Kreisverbänden erhalten.“

Ideale Voraussetzungen finden sowohl Profireiter als auch der Nachwuchs mit der Abreitehalle in der Größe von 20 mal 50 Metern und der überdacht zu erreichenden Wettkampfhalle im Ausmaß von 30 mal 70 Metern.

Am Springwochenende 1. und 2. Februar ist der Samstag für den Nachwuchs reserviert. Nach Prüfungen für Junge Pferde folgen E- und A-Stilspringprüfungen. Am Sonntag finden L- und M-Springen statt.

Eine Woche später ist es umgekehrt: Am Samstag, 8. Februar, wird Dressursport bis zur Klasse S geboten, und am Sonntag, 9. Februar, hat der Nachwuchs im Dressursport seinen großen Tag: Dressurpferdeprüfungen und Dressurprüfungen der Klasse A und L stehen auf dem Programm.

Auch für die Zuschauer soll ­bestens gesorgt werden. Aus dem Reitcasino haben sie einen freien Blick auf beide Reithallen und können sich bei niederländischen Spezialitäten „internationalen“ Reitsport ohne Eintrittsgebühr anschauen.

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