EU-Blitzmarathon: „Weniger Opfer, nicht mehr Knöllchen“

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Die Polizei will Temposünder stoppen: Am 16. April ist der nächste Blitzmarathon angesagt – diesmal sogar europaweit. Foto: Stock / Wölk

Kreis Heinsberg. „Wir wollen Leben retten!“ Unter dieser Devise hat die Kreispolizeibehörde Heinsberg am Dienstag ihren nächsten Blitzmarathon angekündigt, der am Donnerstag, 16. April, von 6 bis 24 Uhr stattfinden soll. Es handelt sich dabei um den ersten europaweiten Blitzmarathon.

„Mit den vorangegangenen Blitzmarathons ist es uns gelungen, vielen Menschen ins Bewusstsein zu rufen, wie gefährlich zu schnelles Fahren ist“, erklärte die Pressestelle der Polizei. „Unabhängig von der Frage, wer den Unfall verursacht hat, entscheidet die Geschwindigkeit über Leben und Tod.“ Erfreulicherweise sei die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden, die auf Geschwindigkeitsverstöße zurückzuführen seien, im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen um 7,9 Prozent gesunken.

Das zeige, dass die gezielten Geschwindigkeitskontrollen erfolgreich seien. „Im Kreis Heinsberg konnten wir sogar die niedrigste Zahl der Verkehrstoten seit Beginn der Aufzeichnungen 1972 vermelden“, so die Pressestelle weiter. Dennoch bedeute jedes der sechs Unfallopfer Leid für die Familie, Freunde und Arbeitskollegen. Daher gelte es weiter, die Menschen mit solchen Aktionstagen wachzurütteln, um diese schlimmen Folgen zu verhindern.

Nicht nur Deutschland, sondern viele andere europäische Staaten beteiligen sich in diesem Jahr am Blitzmarathon. So werden auch in Belgien, Luxemburg und den Niederlanden in diesem Zeitraum verstärkte Geschwindigkeitskontrollen stattfinden – zum Teil grenzüberschreitend. Auch Bulgarien, die Tschechische Republik, Zypern, Estland, Ungarn, Kroatien, Italien, Irland, Litauern, Malta, Norwegen, Portugal, Rumänien, Slowenien, die Slovakische Republik und Serbien beteiligen sich an der Kontrollaktion.

Die Polizei betonte, es gehe ihr darum, die die Menschen vor schweren Unfallfolgen durch zu hohe Geschwindigkeiten zu schützen. „Weniger Opfer sind unser Erfolg – nicht mehr Knöllchen.“

Um dieses Ziel zu erreichen, will die Kreispolizeibehörde Heinsberg auch dieses Mal von den Bürgern wissen, wo Geschwindigkeitskontrollen am meisten Sinn machen. Auf der Internetseite der Kreispolizeibehörde können sie mitentscheiden, an welchen Stellen die Kontrollen stattfinden werden. Dafür wurde auf der Startseite unter www.polizei.nrw.de/heinsberg eine Votingseite für den Blitz-Marathon eingerichtet.

Dort kann bis zum 6. April für die vorgeschlagenen Kontrollstellen gestimmt werden. An den Orten, die jeweils in den einzelnen Kommunen die meisten Stimmen erhalten, sollen dann die Kontrollen stattfinden.Wer am Voting teilnehmen woll, sollte auf der Internetseite der Polizei den Link hinter dem entsprechenden Eintrag der Kontrollstelle klicken.

Es wird dann automatisch eine E-Mail mit dem richtigen Empfänger und einer Betreffzeile erzeugt, die dann nur noch gesendet werden muss. Oder Bürger können einfach eine E-Mail mit der nummerischen Bezeichnung der Kontrollstelle im Betreff (zum Beispiel: Kontrollstelle 01) an die ­Mail-Adresse voting.heinsberg@polizei.nrw.de senden.

Die Polizei will das Abstimmungsergebnis mit den ausgewählten Kontrollstellen kurz vor dem Blitzmarathon öffentlich bekannt machen.

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