Essstörungen kreativ vorbeugen und überwinden

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Kreis Heinsberg. Essstörungen haben nach Angaben des Kresies Heinsberg in den letzten Jahren besorgniserregend zugenommen und gehören heute zu den häufigsten Störungsbildern des Jugendalters. Betroffen seien vor allem Mädchen und junge Frauen im Alter von etwa zwölf bis 25 Jahren; es werde geschätzt, dass bis zu fünf Prozent dieser Altersgruppe an Ess-Störungen leiden würden.

Inzwischen gebe es aber auch eine nicht unerhebliche Zahl junger Männer, die an Essstörungen erkranken würden. Da dies auch im Kreis Heinsberg nicht anders sei, werde vom 24. bis 28. März die Ausstellung „Klang meines Körpers“ im Heinsberger Kreishaus auf das Problem der Essstörungen hinweisen. Die Konzeption der Ausstellung nenne als Ziel der Präsentation: „Essstörungen kreativ vorbeugen und überwinden“.

Die Idee zu „Klang meines Körpers“ entstand 2006 in Bamberg im Rahmen einer musiktherapeutischen Gruppenbehandlung. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen betroffene Jugendliche, die mit künstlerischen Arbeiten Jugendlichen und anderen Interessierten tiefe und persönliche Einblicke in ihre Gefühls- und Gedankenwelt ermöglichen, weit über die sachliche Information hinaus.

Darüber hinaus zeigen sie in fünf Schatzkisten Wege der Vorbeugung und der Krankheitsbewältigung auf. Informative Schautafeln ergänzen die kreativen Arbeiten. 2007 wurde die Ausstellung mit dem Präventionspreis des Landes Bayern ausgezeichnet und nach Umzug der Projektautorin Stephanie Lahusen in Nordrhein-Westfalen in einer vierjährigen Modellphase mit dem Diözesan-Caritasverband im Erzbistum Köln erfolgreich in der Region etabliert.

Aus der erfolgreichen Umsetzung, die bisher mehr als 20.000 Schülerinnen und Schüler erreicht hat, wurde unter der Trägerschaft des neuen Vereins Werkstatt Lebenshunger das Folgeprojekt „Klang meines Körpers NRW“, das nun mit regionalen Koordinationsstellen in NRW umgesetzt wird. Eine der neuen regionalen Koordinationsstellen ist der Kreis Heinsberg. Dort ist auch der Arbeitskreis Essstörungen aktiv, dessen Vorsitz zurzeit die im Gesundheitsamt des Kreises tätige Diplom-Oecotrophologin Beyda Üner innehat.

Mit der Ausstellung „Klang meines Körpers“ soll auf das oft tabuisierte oder verschwiegene Thema „Essstörungen“ aufmerksam machen. Der Arbeitskreis Essstörungen ist in vielen Bereichen tätig. Er informiert zum Thema an Schulen und Kindergärten, bietet Beratung (auch telefonisch) an und fördert die Vorbeugung. Gleichzeitig weist er auf die zahlreichen Beratungsangebote im Kreis Heinsberg hin. Die Ausstellung „Klang meines Körpers“ soll ein weiterer wichtiger Mosaikstein dienen, um auf das Thema hinzuweisen.

Die Ausstellung wird am kommenden Montag, 24. März, um 10.30 Uhr im großen Sitzungssaal des Kreishauses in Heinsberg im Beisein der Ausstellungsgründer und des Arbeitskreises Essstörungen sowie der Allgemeinen Vertreterin des Landrates, Liesel Machat, eröffnet. Da es sich um eine interaktive Ausstellung handelt, haben schon zahlreiche Gruppen einen Ausstellungsbesuch gebucht. Für 24. März, 13 bis 17 Uhr, und für 26. März, 8 bis 12 Uhr, besteht für interessierte Gruppen noch die Möglichkeit zum Ausstellungsbesuch.

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