Kreis Heinsberg - Es ist wichtig, Tricks der Taschendiebe zu kennen

Es ist wichtig, Tricks der Taschendiebe zu kennen

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Die Polizei warnt vor Taschendieben: Die Täter wenden verschiedene Tricks an, um an Beute zu gelangen. Foto: imago/Schöning

Kreis Heinsberg. Regelmäßig nutzen Taschendiebe auch im Kreis Heinsberg die Gelegenheit und entwenden Geldbörsen, Handys, Schlüssel oder sonstige Wertgegenstände unbemerkt aus Mänteln, Taschen oder Rucksäcken der Passanten. Die Zahl der angezeigten Taschendiebstähle belief sich laut Polizeilicher Kriminalstatistik im vergangenen Jahr im Kreis Heinsberg auf 171 (Aufklärungsquote: 3,51 Prozent) – nach 132 ­Taten im Jahr 2014 und 115 Taten im Jahr 2013.

Allerdings war der Wert im Jahr 2011 mit 206 Taschendiebstählen noch höher. Im ersten Halbjahr 2016 wurden 76 solcher Taten verzeichnet; dies entspricht fast genau der Zahl im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (75). Besonders betroffen sind auch im Kreis Heinsberg die Innenstadtbereiche.

Im Rahmen einer landesweiten Aktion will die Polizei in dieser Woche auf die Gefahr des Taschendiebstahls aufmerksam machen und die Bevölkerung sensibilisieren. Polizeibeamte in Uniform oder ziviler Kleidung sollen auf den Straßen im Kreisgebiet unterwegs sein, um ein besonderes Augenmerk auf Taschendiebe zu legen.

„Wenn man weiß, wie Taschendiebe vorgehen, hilft das, Diebstählen vorzubeugen, damit man gar nicht erst zum Opfer wird“, erklärte die Pressestelle der Kreispolizeibehörde Heinsberg und wies auf die bekanntesten Tricks der Langfinger hin:

Täter nutzen oder erzeugen ein Gedränge: Das Opfer wird im Gedränge angerempelt oder auf der Treppe von Passanten „in die Zange genommen“; beim Einsteigen in den Bus stolpert der Vordermann, er bückt sich oder bleibt plötzlich stehen. Während das ­Opfer aufläuft und abgelenkt ist, greift ein Komplize in die Tasche oder Rucksack. Oder: In vollen Bussen oder Bahnen rückt ein Taschendieb unangenehm dicht an das Opfer heran, das ihm ärgerlich den Rücken zuwendet – und damit die Schultertasche „griffbereit“ darbietet.

Stadtplan-Trick: Fremde fragen das Opfer nach dem Weg, halten ihm einen Stadtplan vor oder bitten es – etwa auf Bahnhöfen – mit an einen ausgehängten Plan zu gehen. Während sich das Opfer orientiert und abgelenkt ist, plündern andere Täter die Hand- oder Umhängetasche.

Spendensammler- und Geldwechsel-Trick: Das Opfer wird gebeten, eine Münze zu wechseln oder eine Spende für einen vermeintlich guten Zweck zu geben. Während das Opfer das Münzfach seiner Geldbörse öffnet, lenkt der Täter es ab, wirft seine Münze in das Portemonnaie, zeigt auf das gewünschte Kleingeld oder irritiert das Opfer anderweitig. Dabei stiehlt der Täter die Banknoten aus dem Geldscheinfach.

Flecken-Trick: Nach einem Bankbesuch wird das Opfer „versehentlich“ mit Ketchup, Eis oder einer Flüssigkeit bekleckert; beim wortreichen Reinigungsversuch verschwindet das gerade abgehobene Geld aus der Handtasche.

Taschendiebstahl zum Nachteil von Kunden: In Warenhäusern und Geschäften (vorzugsweise in größeren) fragen Fremde das Opfer nach einer bestimmten Ware. Während es danach sucht oder die vorgezeigte Ware erklärt, wird die Tasche am Einkaufswagen ausgeräumt.

Appell an die Bevölkerung

„Die Tricks sind vielfältig - eins ist aber immer gleich: Die Diebinnen und Diebe nutzen sorgloses und unachtsames Verhalten oder die Hilfsbereitschaft ihrer Opfer aus“, so die Polizei weiter. Daher könnten die Bürgerinnen und Bürger durch Aufmerksamkeit, gesunde Skepsis und richtiges Verhalten selbst viel tun, um sich vor Schäden durch Taschendiebe zu schützen.

Um den gemeinen Dieben rasch das Handwerk zu legen, bittet die Polizei die Bevölkerung: „Teilen Sie uns Ihre Beobachtungen, die auf mögliche Taschendiebe schließen lassen, sofort über den Notruf 110 mit. Für uns zählt jeder Hinweis. Wir kümmern uns darum.“

Wer weitere wichtige Tipps gegen Tricks von Taschendieben auch in einer Broschüre nachlesen will, kann diese kostenfrei beim Kommissariat für Kriminalprävention unter Telefon 02452/920-5555 (Anrufbeantworter) anfordern.

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