Erziehungsberatung ist Pflichtaufgabe des Kreises

Von: jwb
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Kreis Heinsberg. Der Jugendhilfeausschuss des Kreises Heinsberg befasste sich in seiner letzten Sitzung dieses Jahres unter anderem mit der Neufassung der Verträge über die Erziehungsberatungsstellen, mit der Schaffung einer Koordinierungsstelle „Frühe Hilfe“ und der Fortführung des Familienhebammendienstes.

Erziehungsberatung ist eine Pflichtaufgabe des Kreises als Träger der öffentlichen Jugendhilfe. Seit den 1990er Jahren hat der Kreis diese Aufgabe in Zusammenarbeit mit den Erziehungsberatungsstellen von Caritasverband sowie Arbeiterwohlfahrt / Diakonie vertraglich geregelt.

Aufgrund gesetzlicher Veränderungen sowie der veränderten Lebensbedingungen war eine Anpassung der Verträge notwendig geworden. Der Caritasverband beteiligt sich an den beiden Erziehungsberatungsstellen in Erkelenz und Geilenkirchen mit jährlich 50.000 Euro. Er erhält für die beiden Beratungsstellen Landesmittel zur Finanzierung. Der Kreis erstattet nach Abzug der Landeszuschüsse die Betriebskosten aus Personal- und Sachkosten.

Jede Erziehungsberatungsstelle des Caritasverbandes umfasst fünf Vollzeitstellen, die durch den Kreis erstattungsfähig sind. Die Arbeiterwohlfahrt (Kreisverband Heinsberg) und das Diakonische Werk des Kirchenkreises Jülich bilden das Kuratorium für die dritte Erziehungsberatungsstelle in Heinsberg. Die Beteiligung an der Finanzierung durch das ­Kuratorium beträgt jährlich 25.000 Euro.

Die erstattungsfähigen Personalkosten durch den Kreis umfassen 4,5 Vollzeitstellen. Zu den vertraglich vereinbarten Leistungen der Erziehungsberatungsstellen gehört unter anderem die Betreuung der Schulen. Für die Schulen in Erkelenz, Wegberg und Hückelhoven ist die Beratungsstelle in Erkelenz zuständig. Für die Schulen in Gangelt, Geilenkirchen und Übach-Palenberg die Beratungsstelle in Geilenkirchen.

Die Beratungsstelle in Heinsberg ist Ansprechpartner für die Schulen in Heinsberg, Wassenberg, Selfkant und Waldfeucht. Den neuen Verträgen stimmte der Jugendhilfeausschuss einstimmig zu.

Der Ausschuss beschloss ebenso einstimmig die öffentlich-rechtliche Vereinbarung zur Einrichtung einer Koordinierungsstelle „Frühe Hilfen“ und die Fortsetzung des gemeinsamen Familienhebammendienstes. Die Finanzierung erfolgt über Bundesmittel und den jeweiligen 20-prozentigen Eigenanteil der beteiligten Jugendämter. Die Koordinationsstelle „Frühe Hilfe“ ist als Stabsstelle dem Kreisjugendamtsleiter zugeordnet. Der Familienhebammendienst ist Teil der Koordinationsstelle.

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