Erkelenz - Erweiterung der Kardiologie: Erkelenzer Krankenhaus ist Vorreiter

Erweiterung der Kardiologie: Erkelenzer Krankenhaus ist Vorreiter

Von: cbo
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Auf neue Herzkatheterlabore zu
Auf neue Herzkatheterlabore zur Behandlung kardiologischer Erkrankungen freuen sich im Erkelenzer Hermann-Josef-Krankenhaus Chefarzt Dr. Klaus Winter und Verwaltungsdirektor Wolfgang Salz. Foto: Koenigs

Erkelenz. „Der Patient im Mittelpunkt”, so könnte das Motto lauten, dem sich die Kardiologie des Hermann-Josef-Krankenhauses in Erkelenz verschrieben hat. Die steigenden Patientenzahlen in der kardiologischen Abteilung, die über die Stadt- und Kreisgrenze hinaus gehen, machte eine Erweiterung erforderlich.

Zehn Jahre nach Inbetriebnahme des ersten Herzkatheterlabors sind die Kapazitäten erschöpft. Im Blickpunkt stand zunächst nur die Behandlung von Patienten mit verengten Herzkranzgefäßen.

In diesem Bereich ist jedoch mit der Behandlung von Herzrhythmusstörungen ein neues Aufgabengebiet entstanden. Da solche Untersuchungen sehr zeitintensiv sind, wurden die Betroffenen früher an andere Klinken verwiesen. Ab Oktober wird es diesen Zustand nicht mehr geben, da die Kardiologie zu diesem Zeitpunkt zwei neue Herzkatheterlabore eröffnen wird.

Bei einem Pressegespräch im Hermann-Josef-Krankenhaus gab Chefarzt Dr. Klaus-Dieter Winter beim Rundgang durch die neuen Räumlichkeiten einen ersten Einblick in das neue „Herzstück” der Klinik.

Momentan werden die neuen Angiographiesysteme der Firma Philips Healthcare eingerichtet. Mit ihrer Hilfe besteht die Möglichkeit einer Röntgenuntersuchung der Gefäße. Die Vorteile ergeben sich daraus, dass die Strahlenbelastung gemindert und die Röntgenbilder qualitativ hochwertiger werden.

Die kardiologische Abteilung in Erkelenz bedient sich aber noch einem neuen Aufgabengebiet: der Elektrophysiologie. Für dieses spezielle Gebiet fanden für die Ärzte und Schwestern Schulungen statt. Um einen Patienten mit Herzrhythmusstörungen elektrophysiologisch entsprechend behandeln zu können, setzt die Klinik auf die zwei-Ebenen-Anlage.

Für einen Außenstehenden bietet der Blick auf die acht Flachbildschirme, die neben dem Röntgengerät installiert sind, ein Gefühl wie in einem Flugzeugcockpit. Dank der Bildschirme ist beispielsweise die Anzeige von Blutdruckwerten oder des EKGs möglich, um umfassende Informationen bezüglich des gerade behandelten Patienten zu erhalten. Die Versorgung der Herzerkrankten wird durch die Bereitstellung von drei Überwachungsplätzen weiter optimiert werden.

Doch nicht nur die Patienten werden rund um die Uhr optimal versorgt, sondern auch die hochmodernen Geräte werden durch die Medizintechnik, die neben den beiden Laboren angesiedelt ist, überwacht.

Laut Verwaltungsdirektor Wolfgang Salz belaufen sich die Gesamtkosten auf 2,85 Millionen Euro. 700.000 Euro entstanden durch die Baukosten. Fördermittel wurden daher vom Land Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt.

Die hohen Kosten tragen jedoch auch Früchte, da die Zahl der behandelten Patienten mit Herzrhythmusstörungen mit Verödungs-Therapien auf mehr als 200 anwachsen wird. Somit ist das Hermann-Josef-Krankenhaus der Vorreiter in der Region und muss sich hinter den Zahlen der Universitätskliniken in Aachen (234 Patienten) und Düsseldorf (207 Patienten) nicht verstecken.

Es ist geplant, der interessierten Öffentlichkeit am 3. Oktober einen Einblick in das neue „Herzstück”, der kardiologischen Abteilung zu gewähren.
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