Erster Spatenstich für Neubau der Leitstelle

Von: disch
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Symbolischer erster Spatenstich für den Leitstellen-Neubau in Erkelenz: Landrat Stephan Pusch (3. v. l.) und ­Gerhard Krekels (3. v. r.) als Vorsitzender des Bauausschusses griffen zu Spaten. Beobachter waren (v. l. n. r.) ­Thomas Kähler, Leiter des Feuerschutzzentrums, Dezernent Philipp Schneider, Kreisbrandmeister Klaus Bodden und Thomas Gleichmann, Leiter des Amtes für Gebäudewirtschaft beim Kreis Heinsberg. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. 30.000 Rettungsdienst-Einsätze, 10.000 Krankentransporte und 3000 Feuerwehr-Alarmierungen: All dies wird von der Leitstelle des Kreises Heinsberg Jahr für Jahr koordiniert. 120.000 bis 130.000 Anrufe gehen im Laufe eines Jahres ein.

Rund um die Uhr werden in der Leitstelle, die in Erkelenz an der Straße Zur Feuerwache ihren Sitz hat, Einsätze aus dem gesamten Kreisgebiet bearbeitet. Die Leitstelle ist offiziell das zentrale Steuerungselement für die nicht polizeiliche Gefahrenabwehr und dient als Führungsmittel bei unterschiedlichen Gefahren­lagen.

Jetzt steht der Neubau der Leitstelle an, dessen bereits vollzogener Beginn am Donnerstag mit einem symbolischen ersten Spatenstich von Landrat Stephan Pusch (CDU) und dem Bauausschussvorsitzenden Gerhard Krekels (SPD) nachvollzogen wurde.

Pusch erinnerte daran, dass der Kreistag im Mai 2015 den Rettungsdienstbedarfsplan beschlossen habe, in dem festgelegt sei, dass die Leitstellen den äußeren Bedingungen kontinuierlich angepasst würden.Dies gelte für die Standardisierung und für neue Kommunikationswege. Technik und Raumplanung müssten im Einklang mit der Arbeitsplatzgestaltung stehen und dem Bedarf gerecht werden. Daher werde der Neubau vorgenommen.

Als im August 2015 der Bauausschuss des Kreises vor Ort tagte, waren die Botschaften, die Dirk Hartmann, Fachbereichsleiter für die Leitstelle, den Ausschussmitgliedern bei einem Rundgang durch den Standort übermittelte, eindeutig: „Die Technik hinkt der Taktik hinterher!“ – „Die Kapazität reicht nicht mehr aus!“ – „Wir platzen aus allen Nähten!“ Und technisch stehen entscheidende Neuerungen an: Da ist an allererster Stelle die Einführung des Digitalfunks zu nennen.

So geht es jetzt unter anderem um die Anbindung der Leitstelle an den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, um mehr Einsatzleitplätze, um die behindertengerechte Erschließung und Ausstattung, um die Anpassung der Arbeitsplätze und technischen Ausstattung an den aktuellen Standard, um die Erneuerung der Klima- und Lüftungstechnik sowie der Notstromtechnik, um die Erneuerung der Funk- und Telefontechnik und um die Vernetzung mit anderen Fachdiensten, Leitstellen und dem Kreishaus.

Neben der bestehenden Leitstelle wird in Erkelenz nun in den nächsten 15 Monaten ein Neubau mit einer Nutzfläche von 890 Quadratmetern errichtet; außerdem entstehen beim Umbau von einem zu Wohnzwecken genutzten Doppelhaus auf dem Gelände Sozialräume mit knapp 200 Quadratmetern Nutzfläche für die Leitstelle.

Danach erfolgt in einem zweiten Bauabschnitt der Umbau des bisherigen Leitstellenbereiches: Dort sollen Ausbildungs- und Unterrichtsräume für die Leitstellenmitarbeiter und andere Organisationen eingerichtet werden. Die Kosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf 4,19 Millionen Euro; dabei will der Kreis 1,67 Millionen Euro aus Mitteln des Kommunalinvestitionsfördergesetzes einsetzen. Rund 55 Prozent der Baukosten sollen über die Rettungsdienstgebühren refinanziert werden.

Letztlich soll es dann noch einen dritten Bauabschnitt geben: mit der Erweiterung der bestehenden Fahrzeughallen für den Katastrophenschutz mit Baukosten in Höhe von rund 590.000 Euro. In der neuen Halle soll auch Platz für Überprüfungen von Funkgeräten, Antennenanlagen und anderen Geräten geschaffen werden, wie dem Bauausschuss erklärt worden war. Sie soll auch für Ausbildungsveranstaltungen und Übungen genutzt werden können.

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