Heinsberg - Erste E-Rallye in Heinsberg

Erste E-Rallye in Heinsberg

Von: anna
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Christoph Schall sorgte mit seiner E-Auto-Rarität, einem „Think” aus den USA, für Aufsehen bei Teilnehmern und Beobachtern der Rallye. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Wüssten Sie, welchen Namen die Statue trägt, die an der Talstraße in Aphoven steht? Oder wie der Baum heißt, der am Café in Horst wächst? Wären Sie Teilnehmer der ersten E-Rallye durch Heinsberg gewesen, würden Sie die Antworten jetzt wissen.

Insgesamt 36 Fragen waren es, die von den 25 Teilnehmern der ersten Rallye ihrer Art zu beantworten waren, auf einer Fahrstrecke von rund 30 Kilometern.

Sie führte vom Stadtzentrum über Aphoven und Scheifendahl nach Dremmen, Randerath, Horst, Porselen und Oberbruch wieder zurück zum Ausgangspunkt in die Borsigstraße. Nicht die Zeit war entscheidend, sondern die richtige Beantwortung der Fragen. Und aus Buchstaben der Antworten ergab sich am Ende ein Lösungssatz mit 42 Buchstaben. Zwischen 60 und 100 Minuten durften die Teilnehmer für die Strecke benötigen. Bei Unter- oder Überschreitung gabs Punktabzug.

Von weither waren die E-Mobil-Fahrer angereist, sogar aus Hannover. Andere kamen aus Mönchengladbach, Viersen, Aachen, Köln, Wesel oder Jülich. 120 Punkte waren maximal möglich. Den Sieg sicherten sich am Ende mit 114 Punkten Petra Lindt und Peter Heinen vom Energiekreis Heinsberg mit einem Nissan Leaf. Ihnen folgten auf den Plätzen zwei und drei mit Sebastian Ruhrig und Michael Eymann zwei Tesla-Roadster-Fahrer mit je 111 Punkten. Über ihre Platzierung entschied schließlich die Stichfrage nach der Zahl der derzeit rund 1500 in Deutschland gemeldeten Elektro-Automobile.

25 davon waren in Heinsberg unterwegs, schnittige Einsitzer, flotte Sportflitzer, alltagstaugliche Familienautos oder gar Werkstattwagen wie der von den Heinsberger Stadtwerken oder für diesen Bereich schon echte Oldtimer wie der „Think”, mit dem Christoph Schall aus Hürtgenwald nach Heinsberg gekommen war. „Eine Rarität”, erklärte er jedem, der staunend vor seinem türkisfarbenen Kleinwagen stand. Nur 1005 Stück davon seien 2001 gebaut worden und in Norwegen, aber auch in den USA unterwegs gewesen. Dass seine Errungenschaft aus den USA kommt, verrät der Meilentacho, mit dem er auf Deutschlands Straßen elektromobil unterwegs ist.

Ulrich Hopp aus Hückelhoven war da mit seinem bordeaux-roten Tesla-Roadster schon ein wenig sportlicher dabei. Die Entscheidung für diesen Wagen sei bei ihm 2010 gefallen, weil er ihm als Außendienstler mit durchschnittlich 380 Kilometern die größte Reichweite biete, erklärte er im Interview mit Moderator Markus Peggen. Der hatte zunächst ausgewählte Fahrzeuge und ihre Fahrer im Fahrerlager vorgestellt, dann noch einmal jedes Fahrzeug vor dem Start. Und damit es den vielen Zuschauern während der Rallye nicht langweilig wurde, holte er von unterwegs sogar Liveberichte per Telefon aus einem der beteiligten Fahrzeuge ein.

Bürgermeister Wolfgang Dieder, „Motor” der Heinsberger E-Mobilitäts-Initiative, und Jakob Wöllenweber, Vorstand der Alliander AG, die diese Rallye organisiert hatte, waren begeistert von der ersten Auflage und sagten eine Wiederholung zu. In der separaten Wertung für die Teilnehmer aus den Reihen der Heinsberger Initiative, die außer Konkurrenz dabei waren, fuhr übrigens der Bürgermeister selbst mit seinem Beifahrer, dem ersten Beigeordneten Jakob Gerards, in einem Renault Kangoo ZE auf Platz drei mit 108 Punkten.

Den Sieg sicherte sich Jürgen Nießen von Frauenrath in einem Smart mit vollen 120 Punkten, gefolgt von Volker Keimes und Thomas Mayer von Alliander in einem Mitsubishi IMiev mit 114 Punkten.

Viel Lob für die erste Rallye ihrer Art in Heinsberg kam schließlich auch vom Verein der Elektromobilfreunde in der Region Aachen (VERA), über den viele Teilnehmer von dem Projekt erfahren hatten. „Ich kenne keine Kommune, die sich so für E-Mobilität engagiert”, sagte dessen Vorsitzender Stephan Nagel.
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