Erntefest: Eine staubige und schweißtreibende Angelegenheit

Von: agsb
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Hin und wieder mal nachschauen
Hin und wieder mal nachschauen ob alles so läuft: die alten Maschinen standen beim Erntefest im Mittelpunkt und „ihren „Mann”. Foto: agsb

Waldfeucht-Hontem. Die Freunde der Interessengemeinschaft historischer Landmaschinen kamen schon ziemlich ins Schwitzen, aber das tat der Begeisterung keinen Abbruch. Das Erntefest in Waldfeucht-Hontem übertraf alle Erwartungen, dabei hatte man nach einem verregneten Freitag schon große Sorge.

Aber das Wochenende brachte Sonne und da war den Mitgliedern der IG schon klar: Es wird eine staubige Angelegenheit.

Beim Erntefest demonstrieren die Vereinsmitglieder eindrucksvoll, wie die Feldarbeit vor vielen Jahrzehnten vonstatten ging. Hier standen keine hochmodernen Maschinen zur Verfügung, damals war die Feldarbeit Knochenarbeit und sehr schweißtreibend.

Auf einem großen Feldgelände stand noch ein Morgen Getreide, dieses wurde nach alter Methode abgeerntet und jeder Schritt konnte von den Besuchern nachvollzogen werden.

Besonders die jüngere Generation kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, nahm aber am liebsten den großen modernen Ausstellungsmähdrescher in Augenschein. Dieses Monster hatte eine Schnittfläche von sieben Meter, davon konnten die Bauern früher nur träumen. Denn damals war es reine Handarbeit, mit einer Sichel oder Sense wurde das Getreide gemäht.

Der gesamte Prozess der Getreideernte wurde auf einer Erntemeile demonstriert. Die Mühlen (vom Traktor mit Riemen angetrieben) waren einstellbar. So konnte das Getreide grob (für Vieh) oder fein (zum Brotbacken) gemahlen werden. Dann wurde das Getreide, in Scheunen eingelagert, gedroschen. Dies geschah im Winter, weil im Herbst keine Zeit dafür war, - andere Ernteprozesse hatten Vorrang. Anfang der 1950er Jahre wurde in Deutschland der erste Mähdrescher vorgestellt, diese sahen zunächst wie Ungetüme aus.

Wie alte Landmaschinen anderweitig eingesetzt wurden, konnte an weiteren Stationen beobachtet werden. Hier hatten die Traktorfahrer beim Pflügen ihren besonderen Spaß, einige Lanz-Traktoren lieferten sich auf dem Feld sogar Wettrennen.

Neben der Erntedemonstration lockte eine große Traktoren- und Oldiefahrzeugschau, hier zeigten sich selbst die Mitglieder der Interessengemeinschaft historischer Landmaschinen überrascht und freuten sich, dass viele Freunde der Einladung gefolgt waren und diesem Erntefest einem besonderen Stempel aufdrückten.

Das Erntefest stand unter der Schirmherrschaft von Waldfeuchts Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen.
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