Erlebnissporttage machen ihrem Namen alle Ehre

Von: syn
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Bei den Europäischen Erlebnissporttagen in Wegberg: Thomas Lux (r.) von der Diakonie Kaiserswerth erklärte den Mädchen und Jungen den fachgerechten Umgang mit Pfeil und Bogen. Foto: Löffel

Kreis Heinsberg. Zu den 14. Europäischen Erlebnissporttagen in der Jugendbildungsstätte St. Georg in Wegberg-Watern - ausgerichtet von der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe kamen rund 220 Jugendliche aus Nordrhein-Westfalen und osteuropäischen Sozialeinrichtungen. Überwiegend handelte es sich bei den Teilnehmern um benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene aus der Jugendsozialarbeit und Behindertenarbeit.

Die Erlebnissporttage boten eine Plattform für Begegnung und Austausch. Ziel sei es gewesen, das Verständnis zu fördern und sowohl Gemeinsamkeiten und Verschiedenartigkeiten zu erkennen und zu tolerieren, erklärte Werner Höbelt vom Referat für Jugendsozialarbeit der Diakonie.

Daher lautete das Motto des Treffens: „Aufeinander zugehen”. Der gemeinsame Erlebnissport spielte natürlich eine große Rolle. Auf dem Programm standen neben Mannschaftssportarten auch gemeinsame Radwanderungen und Rudertouren auf dem Hariksee.

Bürgermeister Reinhold Pillich betonte bei der Begrüßung der Gäste auf dem Jugendzeltplatz neben der Jugendbildungsstätte, dass die Stadt Wegberg viel getan habe, um die Erlebnissporttage zu einem Erfolg werden zu lassen. Man habe sogar eine Weltmeisterschaft in Südafrika und ein Stadtfest in Wegberg organisiert, „damit ihr euch hier bei uns wohlfühlt”.

In der Vergangenheit sind aus den Treffen schon Partnerschaften und Freundschaften unter den Teilnehmern entstanden, wie Nikolaus Immer, Geschäftsbereichsleiter bei der Diakonie, zu berichten wusste.

Im Vorfeld der Erlebnissporttage trafen sich 40 junge Menschen aus Rumänien, Ungarn, der Slowakei sowie aus Nordrhein-Westfalen und dem Saarland zu einem EU-Seminar im Haus St. Georg. Dabei ging es vor allem um die Geschlechterrollen in den verschiedenen Herkunftsländern der Teilnehmer.

Mit Rollenspielen sollten die Jugendlichen für das Thema sensibilisiert werden. „Die Rollenbilder kennenzulernen und zu verstehen ist Teil der Geschlechterpolitik”, betonte Referent Werner Stepan.

Der 66-jährige ehemalige Mitarbeiter der Diakonie setzt sich gerade für die Verständigung unter den Jugendlichen in Europa ein. „Der grenzübergreifende Austausch ist eine wichtige Aufgabe auf dem Weg zu einem geeinten Europa.”

Viera Psotovà war mit einer siebenköpfigen Jugendgruppe aus dem slowakischen Skalica gekommen. Dort unterrichtet die 34-Jährige Deutsch und Slowakisch an der Schule Via Humana.

„Die Geschlechterrollen spielen im Weltbild der Jugendlichen eine große Rolle”, betonte sie am Rande einer Podiumsdiskussion die große Bedeutung des Themas.
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