Erkelenz - Erkelenzer Ehrenamtskarte: Ansporn für die ganze Truppe

Erkelenzer Ehrenamtskarte: Ansporn für die ganze Truppe

Von: Helmut Wichlatz
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Oliver Schmidt (2. von links)
Oliver Schmidt (2. von links) vom Technischen Hilfswerk in Erkelenz erhielt von Bürgermeister Peter Jansen die 100. Ehrenamtskarte der Stadt. Mit ihm freuen sich der Ortsbeauftragte Heinz-Willi Aretz (rechts) und sein Stellvertreter Christian Pospiech. Foto: Koenigs

Erkelenz. Oliver Schmidt bekam die hundertste Ehrenamtskarte der Stadt Erkelenz verliehen. Der 20-Jährige ist seit drei Jahren beim Technischen Hilfswerk (THW) aktiv und hat in dieser Zeit eine Menge geleistet.

Seine Karriere beim THW begann als Junghelfer in der Jugendgruppe des Erkelenzer Ortsverbandes. Nach dem Abschluss der Grundausbildung wurde er Fachhelfer und Fahrer in der ersten Bergungsgruppe. Seitdem hat er sich besonders für die Restaurierung und den Umbau der Einsatzfahrzeuge eingesetzt. Darüber hinaus koordiniert er die Verwaltung der Geräte- und Fahrzeugausstattung und ist für die regelmäßige Fortbildung der Kraftfahrer zuständig. Grund genug für den Leiter des Ortsverbandes, Heinz-Willi Aretz, ihn bei der Stadtverwaltung für die Ehrenamtskarte vorzuschlagen.

Bürgermeister Peter Jansen betonte bei der Verleihung der Karte im Stützpunkt des Erkelenzer THW an der Ferdinand-Clasen-Straße, dass er nicht damit gerechnet habe, schon in diesem Jahr die hundertste Karte verleihen zu können. Seit Juni 2011 nimmt die Stadt an dem landesweiten Kooperationsprojekt teil, das sich zur Aufgabe gemacht hat, das Ehrenamt zu stärken und den Einsatz der Ehrenamtler zu würdigen. Dabei ist die Karte in erster Linie Dank für überdurchschnittliches Engagement, wie es auch Schmitz an den Tag gelegt hat. Die Karte ermöglicht die Nutzung von Vergünstigungen und Sonderaktionen verschiedener Partnerbetriebe sowie öffentlicher Einrichtungen.

„Ein sehr gutes Gefühl”

Sie ist landesweit gültig in den 164 teilnehmenden Städten und Kommunen. Dass es mit der Hundertsten einen THW-Helfer getroffen hat, freue ihn besonders, betonte Jansen. „Denn auf die ist Verlass”, erklärte er. „Es ist ein gutes Gefühl, dass wir in Erkelenz ein THW haben.” Die Karte wird nicht wahllos verteilt, sondern nach eingehender Prüfung des Vorschlages durch die Stadtverwaltung.

Dienststellenleiter Aretz erklärte, dass es „für die ganze Mannschaft eine Motivation und Anerkennung ihrer Arbeit” sei. Das THW in Erkelenz hat rund 90 Mitglieder, davon 50 aktive Helfer, die auch grenzübergreifend in den Niederlanden und sogar in Frankreich zum Einsatz kommen. Beim Elbhochwasser vor einigen Jahren war das Erkelenzer THW ebenso dabei wie bei dem in letzter Zeit immer häufiger nötigen Rückbau von Cannabisplantagen im Grenzgebiet. Eher alltäglich sind Ordnungseinsätze, zum Beispiel beim Hohenbuscher Bauermarkt oder beim Beecker Flachsmarkt. Wenn es schnell gehen muss, sind vor allem die Arbeitgeber der Helfer gefragt. Oft muss innerhalb weniger Stunden ein Trupp zusammengestellt werden und ausrücken können. „Wir versuchen natürlich, die Betriebe nicht übermäßig zu belasten”, betonte Aretz. Die Nachwuchssorgen, mit denen sich neben dem THW auch die freiwilligen Feuerwehren herumplagen müssen, seien im Kreisgebiet nicht so gravieren, erklärte er. Obwohl das THW einen wichtigen Dienst an der Gesellschaft leiste, nehme das Verständnis innerhalb der Bevölkerung jedoch ab. Gerade beim Ordnungseinsatz auf der Straße müssten sich die Helfer oftmals „ziemliche Unverschämtheiten” anhören. Die Ehrenamtskarte ist ein gutes Instrument, um die Arbeit und Leistung der Ehrenamtler für die Gesellschaft wieder ins Bewusstsein zu rufen.
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