Erkelenz - Erkelenzer Bürgermeister-Kandidaten betonen Überparteilichkeit

Erkelenzer Bürgermeister-Kandidaten betonen Überparteilichkeit

Von: Helen Mäurer
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Erkelenz. Astrid Wolters (SPD), Christel Honold-Ziegahn (Grüne) und Peter Jansen (CDU) sind die Kandidaten für die Wahl des Bürgermeisters in Erkelenz. Bei einer zweistündigen Podiumsdiskussion standen sie Rede und Antwort zu ihren politischen Themen.

Vornehmlich Senioren besuchten die Veranstaltung der Senioreninitiative Erkelenz im katholischen Gemeindezentrum.

Senioren, das Altern in Zeiten des massiven demographischen Wandels und Reaktionen der Politik darauf sowie einhergehend auch Generationen übergreifende Politik bestimmten die Diskussion in weiten Teilen.

Schließlich wird sich die Zahl der über 80-Jährigen in NRW in 30 Jahren verdoppeln und die der über 60-Jährigen von jetzt 18 Prozent auf 27 Prozent steigen. Außerdem ziehen verstärkt über 65-Jährige nach Erkelenz, sagte Peter Jansen.

Überparteiliches Miteinander war bei der Diskussion tongebend. „Was wir mit Politik machen können, das tun wir parteiübergreifend”, sagte Christel Honold-Ziegahn.

Gleich zu Beginn wurde die Diskussion von dem Vorsitzenden der Senioreninitiative, Josef Fedler, mit der Frage nach Gerüchten über die Ersetzung des Seniorenausschusses durch einen Generationenausschuss angeregt.

Von denen wusste keiner der Kandidaten, doch nahmen sie Stellung zum Thema. Tenors war dabei, keine Rechte zu beschränken und den Ausschuss mit seinem Arbeitskreis „Runder Tisch”, der einen partei-, fraktions- interessen- und generationenübergreifenden Dialog ermögliche, in dieser Form bestehen zu lassen. Der Seniorenausschuss in Erkelenz sei der erste in NRW und habe sich als Instrument bewährt, sagte Honold-Ziegahn.

Weitere gemeinsame Themen der Kandidaten waren der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und die Fahrradfreundlichkeit der Stadt, die Erreichung einer größere Barrierefreiheit, die jedoch teilweise nur durch eine Stärkung des Bewusstseins dafür bei Geschäftsführern erreicht werden könne, wie Peter Jansen einräumte.

Die Förderung von Schule und Bildung ist ein weiteres Anliegen aller. Christel Honold-Ziegahn sprach sich für den Ausbau von Kindergartenplätzen für unter Dreijährige, für den Erhalt und Ausbau von Grünflächen und für das Gipco, in dem in den letzten Jahren viele Arbeitsplätze geschaffen und Gewerbesteuern eingenommen werden konnten, aus.

Peter Jansen betrachtet es als Kernaufgabe eines Bürgermeisters Verständnis dafür zu erreichen, dass partei-, alters- und interessenübergreifend frei diskutiert werden muss.

Auf den demographischen Wandel und den damit einhergehenden voraussehbaren finanziellen Engpässen müsse schon heute reagiert werden. In Erkelenz mit seinen 43 Ortschaften sei öffentlicher Nahverkehr wichtig.

Mit der Einrichtung der Multibusse sei darauf reagiert worden. Das System solle weiter ausgebaut und flexibler werden. Astrid Wolters plädierte für eine breitere Bürgerbeteiligung, für die auch neue Formen gefunden werden müssten. Und sie plädierte dafür, in der Schulstadt Erkelenz eine Gesamtschule zu installieren. Mehrgenerationenhäuser wurden bereits versucht zu installieren, wie Peter Jansen mitteilte, jedoch ohne Erfolg. Sie scheitern an der Finanzierung, die auch nicht mit kommunalen Geldern getragen werden könne - da waren sich die Kandidaten einig. Dennoch betonte Astrid Wolters, dass sich die Kommune an dem Aufbau dieser Häuser, auch in Anbetracht zunehmender Altersarmut, beteiligen müsse. Der einzige Hebel sei jedoch letzlich das zur Verfügung stellen von Bauland zu günstigen Konditionen, sagte Peter Jansen. Eine Zusammenarbeit mit der Wohnungsbaugesellschaft könnte Möglichkeiten eröffnen, ergänzte Honold-Ziegahn.
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