Erkelenzer Bürgermeister Jansen schreibt an Aker-Wirth

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Erkelenz. Die Erhöhung der Grundsteuer und der Gewerbesteuer zum Jahreswechsel ist nicht ohne Widerhall in der Wirtschaft geblieben. D

ie Firma Aker Wirth hat sich in einem Schreiben an den Bürgermeister und an die Fraktionen unzufrieden mit dieser Entscheidung geäußert. Bei der jüngsten Ratssitzung mutmaßte deshalb der Vertreter der Bürgerpartei, Karl-Heinz Frings, Aker Wirth könnte eventuell Teilbereiche aus Erkelenz verlagern.

Darauf angesprochen, erklärte das Unternehmen: „Aker Wirth hat sein Bekenntnis zum Standort Erkelenz mit massiven Investitionen in den letzten Jahren untermauert, unter anderem mit einem Test für über sechs Millionen Euro. Weitere Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe für den Ausbau der Kapazitäten am Standort sind geplant.”

Ein internationaler Konzern wie Aker Wirth sei jedoch auch an attraktiven Rahmenbedingungen für seine langfristigen Investitionen interessiert. „Dafür ist ein konstruktiver Dialog zwischen Wirtschaft und lokaler Politik sehr wichtig.”

Auf den Dialog setzt auch Bürgermeister Peter Jansen, der auf das Schreiben aus der Chefetage von Aker Wirth antwortete. Er könne die Aspekte und Betrachtungen aus Sicht von Aker Wirth gut nachvollziehen. Er müsse allerdings auch die Situation der Gesamtkommune im Auge behalten. Steuererhöhungen seien unvermeidlich gewesen, um die finanzielle Entscheidungsfähigkeit der Stadt beizubehalten. „Wir in Erkelenz haben eine moderate und nachhaltige Anpassung von Gewerbesteuer und Grundsteuern vorgenommen, die auch für die Unternehmen sicher längere Planungssicherheit verschafft, als dies mit dem Eingehen zu großer Schuldenrisiken möglich wäre.”

Jansen verweist darauf, dass die Stadt Erkelenz unter der Forderung der Gemeindeprüfungsanstalt des Landes geblieben sei. Die Behörde hatte schon 2010 angemahnt, Erkelenz solle zur Konsolidierung des Haushaltes dringend die Hebesätze auf das Niveaus vergleichbarer Städte anheben. Der Rat habe mit deutlicher Zustimmung bei vier Gegenstimmen geringere Erhöhungen beschlossen. „Wir werden die nächsten Jahre abwarten und die Entwicklung im Umfeld genau beobachten.”
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