Erkelenz erhält Prädikat „Fahrradfreundliche Stadt”

Von: hewi
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Erkelenz. Das Thema stand lange auf der Agenda des Stadtmarketing. Seit 2008 bemüht sich Erkelenz darum, in die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte aufgenommen zu werden.

Jetzt kam die Bewertungskommission der Arbeitsgemeinschaft, um sich mit dem Rad in Erkelenz umzuschauen.

Rund 40 Personen nahmen an der Tour teil. Nach 17 Kilometern auf dem Rad und einem Gespräch hinter verschlossenen Türen stand das Ergebnis fest: Erkelenz kann Mitglied der exklusiven Arbeitsgemeinschaft der NRW-Kommunen werden. Diese Empfehlung wird nun an den Landesverkehrsminister weitergeleitet, der dann einen Termin anberaumt, bei dem der Antrag unterzeichnet und eine entsprechende Urkunde ausgehändigt werden.

Die Entscheidung der Kommission fiel einstimmig, denn anscheinend hatten die Bemühungen der Erkelenzer um mehr Fahrradfreundlichkeit die Fachleute überzeugt. Dazu trug auch die Öffnung der Fußgängerzone für den Radverkehr und die Befahrbarkeit von Einbahnstraßen in beide Richtungen bei, die es in Erkelenz schon seit geraumer Zeit gibt. Positiv erwähnt wurde auch, dass die Entwicklung von den Bürgern der Stadt mitgetragen wird.

„Damit ist es aber nicht getan”, betont Nicole Stoffels, die das Projekt im Rahmen des Stadtmarketing vorantreibt. „Der Weg ist das Ziel”, bestätigt sie. Und dass Erkelenz auf dem richtigen Weg ist, habe sich gezeigt. Zukünftig wird in regelmäßigen Abständen überprüft, ob Erkelenz auch weiterhin fahrradfreundlich ist und sich entsprechend weiterentwickelt. Sollte dies nicht der Fall sein, könnte das Prädikat auch wieder aberkannt werden.

Erkelenz ist zunächst kreisweit die erste Stadt, die der landesweiten Arbeitsgemeinschaft angehört. Die Arbeitsgemeinschaft ist ein exklusiver Club, der bei weitem nicht jeden aufnimmt. Bisher sind 65 Kommunen in der Arbeitsgemeinschaft organisiert. Durch die Mitgliedschaft setzt sich die Stadt Ziele in Richtung Fahrradfreundlichkeit, die es auch umzusetzen gilt. Darüber hinaus kann das Prädikat „fahrradfreundlich” auch als Marketinginstrument verwendet und für Fördermittel geeignet sein. Bis 2013 will Erkelenz ein zusätzliches Wegweisernetz aufbauen, das rund 90 Kilometer umfasst und die Außenorte einbezieht. Dabei werden Kosten in Höhe von rund 84.000 Euro anfallen, für die ein Förderantrag gestellt werden kann. Ganz konkret soll bei Kückhoven zu Werke gegangen werden. Dort soll eine Querungshilfe zwischen Kückhoven und Wockerath über die L 19 für Radfahrer mehr Sicherheit bringen.
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