Erinnerung an niederländische Auftragsverwaltung im Selfkant

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Kreis Heinsberg. Nur noch ältere Bürger werden sich daran erinnern, dass die Niederlande nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges von der Bundesrepublik Deutschland eine Entschädigung für die erlittenen Kriegsschäden in Form einer Gebietsabtretung einforderten.

Die damalige Regelung, den Selfkant zum 23. April 1949 unter niederländische Auftragsverwaltung zu stellen, sollte über 14 Jahre Bestand haben und endete erst am 1. April 1963 nach Zahlung einer Ausgleichszahlung der Bundesrepublik Deutschland an die Niederlande in Höhe von 280 Millionen DM sowie weiterer Ausgleichsregelungen.

Den 60. Jahrestag des Beginns der niederländischen Auftragsverwaltung im Selfkant nehmen die Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg, die Gemeinde Selfkant sowie die Stiftung Historisch Jaarboek van het Land van Zwentibold zum Anlass, am Samstag, 28. November, um 15.30 Uhr zu einer Gemeinschaftsveranstaltung in das Rathaus in Tüddern einzuladen.

Nach einer Begrüßung der Gäste im Ratssaal durch Bürgermeister Herbert Corsten und VHS-Leiter Franz Josef Dahlmanns wird gegen 16 Uhr Gemeindedirektor a.D. Josef Laumen, der als erster Hauptverwaltungsbeamter nach der Rückgliederung im Selfkant tätig war, die damaligen Entwicklungen und Ereignisse im Rahmen eines Vortrags mit dem Thema „Vor 60 Jahren: Niederländische Auftragsverwaltung im Selfkant” noch einmal in Erinnerung rufen.

Zu der entgeltfreien Vortragsveranstaltung, die im Rahmen der Vortragsreihe der VHS zu gesellschaftspolitischen Themen stattfindet, sind alle interessierten Bürger eingeladen.

Vieles, was Josef Laumen vortragen wird, ist auch im Historisch Jaarboek van het Land van Zwentibold nachzulesen, welches Vertreter der gleichnamigen niederländischen Stiftung gegen 17 Uhr an Bürgermeister Herbert Corsten überreichen werden. Die Stiftung hat es sich seit 1980 zur Aufgabe gemacht, mit der jährlichen Herausgabe eines historischen Jahrbuches die lokale und regionale Geschichte zu dokumentieren und die Aktivitäten zur Erhaltung der Volkskultur sowie der Sitten und Gebräuche zu unterstützen. Das Jahrbuch, an dem sowohl interessierte Heimatforscher als auch professionelle Historiker und das Stadtarchiv der Gemeinde Sittard-Geleen mitgewirkt haben, umfasst zirka 190 Seiten.

Für nähere Informationen zur Veranstaltung stehen der Volkshochschulleiter Franz Josef Dahlmanns sowie die zuständige Fachbereichsleiterin Dr. Marion Preuß-Thelen unter 02452/134323 zur Verfügung.
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