Erinnerung an die Anfänge der Polizei nach dem Krieg

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Kreis Heinsberg. „Der Schmerz, ­einen lieben Menschen zu verlieren sitzt tief!“ Mit diesen Worten eröffnete Vorsitzender Klaus Labahn die gut besuchte Mitgliederversammlung von der Seniorengruppe in der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in der Gaststätte Dohmen in Heinsberg-Eschweiler.

Gedacht wurde an die Opfer der Flugzeugkatastrophe in den französischen Alpen und ihre Angehörigen.

In seinem Rückblick erinnerte Labahn an die Befreiung des Rheinlandes von der Nazi-Herrschaft vor 70 Jahren und an den Wiederaufbau eines demokrartischen Staates. Junge Leute, die den Wirren des Krieges entronnen seien, hätten sich zur Polizei gemeldet und unter primitiven Verhältnissen dafür gesorgt, dass Rechtstaatlichkeit und Sicherheit für die Bevölkerung eintraten.

Als Zeitzeuge berichtete Heinrich (Peter) Löffel aus den Anfängen seines Werdeganges bei der Polizei: Die Dienststelle befand sich in einem vom Krieg beschädigten Gebäude. Gesetzestexte waren nicht vorhanden. Büromaterialien wurden gegen Tabakwaren eingetauscht. Ein gravierender Schritt zur Demokratisierung war die Zulassung von Gewerkschaften durch die englische Besatzungsmacht im Jahr 1949. Es war die Geburtststunde der Gewerkschaft der Polizei.

Bei der Mitgliederversammlung der GdP-Kreisgruppe Heinsberg hatten die Gründungsmitglieder Gertrud Houben, Wolfgang Krisch, Hermann Kulms, Heinrich (Peter) Löffel, Elisabeth Mulhaup, Luise Lüttgens, Martha Pelzer, Grete Schramm, Margarete Breuer, Barbara Fläschel, Maria Hinzen, Heinrich Bonsel und Josef Lennartz eine besondere Ehrung erfahren.

Als vorrangig bezeichnete Labahn die soziale Betreuung der 185 Mitglieder der Seniorengruppe, die flächendeckend im Kreis vom Betreuerteam mit Dieter Weichsel, Bernd Pommerening, Hans Müller, Heinz-Willi Jansen, Willi Hermanns, Werner Gebbing, Hubert Tharau und Klaus Labahn wahrgenommen wird. So wurden im Jahr 2014 mehr als 600 Besuche bei Krankheiten, in Pflegeheimen, zu Geburtstagen sowie für Beratungen in Versorgungsangelegenheiten getätigt.

Die Versammlung befasste sich mit der Pflegereform, die einige wesentliche Änderungen mit sich gebracht hat. Innerhalb der Seniorengruppe haben die Beratungen und Hilfen im Pflegebereich wesentlich zu genommen.

Vom geschäftsführenden GdP-Kreisgruppenvorstand nahm der Personalratsvorsitzende Franz Janßen an der Versammlung teil. Er berichtete über die gewerkschaftlichen Aktivitäten. Das Haupt­augenmerk war auf die Protestaktionen zur Tarifrunde gerichtet, an denen auch die Mitglieder der örtlichen Gewerkschaften beteiligt waren. Die Beamtenschaft erwarte, dass das Tarifergebnis inhaltsgleich übernommen werde, hieß es. Die Polizei in Erkelenz erhält an der Gewerbestraße Süd ein neues modernes Polizeigebäude. Dies wurde kritisch begleitet, da nach Ansicht von Teilnehmern der Versammlung die Bürgernähe verloren gehe. Zudem hob Janßen hervor, dass im Rahmen des Anti-Terror-Paketes die Landesregierung in den kommenden drei Jahren 360 neue Planstellen für die Polizei schaffen werde.

Abschließend stellten die Seniorenvertreter das Programm 2015 vor: Vom 10. bis 14. Juni ist von der GdP-Kreisgruppe eine Städtefahrt nach Nürnberg vorgesehen. Der Seniorenausflug führt am 27. August nach Koblenz mit einer Schifffahrt auf der Mosel. Die Freundschaftsvereinigung International Police Association (IPA) unternimmt vom 25. bis 27. September eine Fahrt nach Hamburg.

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