Erinnerung an den Förderer des Gemeinwesens

Von: dn
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Eine Bronzeplatte am alten Bü
Eine Bronzeplatte am alten Bürgermeisteramt erinnert an die einst selbstständige Gemeinde Lövenich und dem letzten Bürgermeister Wilhelm Granderath. Christel Honold-Ziegahn Vorsitzende des Bezirksausschusses und Günther Merkens, Vorsitzender des Heimatvereins der Erkelenzer Lande enthüllten in einem kleinen Festakt die Erinnerungstafel. Foto: Dahmen

Erkelenz-Lövenich. Zum Gedenken an den verdienstvollen Kaufmann, Kommunalpolitiker und großen Förderer Lövenicher Vereine, Wilhelm Granderath, enthüllten stellvertretende Bürgermeisterin Christel Honold-Ziegahn und Günther Merkens, Vorsitzender des Heimatvereins der Erkelenzer Lande, am alten Bürgermeisteramt eine Bronzeplatte.

Als Vorsitzende des Bezirksausschusses erklärte Christel Honold-Ziegahn in der Begrüßung, dass diese Erinnerungstafel gleich zwei Funktionen erfülle: Einmal soll sie die Erinnerung an das alte Bürgermeisteramt aus dem Jahre 1731 wach halten, in dem der Bürgermeister der unabhängigen Gemeinde Lövenich ab 1861 bis zur kommunalen Neugliederung Ende 1971 seinen Amtssitz hatte. Hier tagte auch der Gemeinderat.

Zum Zweiten erinnere die Bronzeplatte an Wilhelm Granderath. Auf Anregung des STV Lövenich und Initiative des Bezirksausschusses soll damit an den letzten Bürgermeister der Gemeinde Lövenich erinnert werden.

Wilhelm Granderath bekleidete dieses Amt - im Gegensatz zu seinen Vorgängern - zwar nur kurze Zeit von 1967 bis 1971, war dennoch in diesem Zeitraum ein verdienstvoller Kommunalpolitiker. Über 30 Jahre setzte er sich für die Belange der Gemeinde Lövenich ein.

Am 18. August 1911 wurde Wilhelm Granderath in Düsseldorf geboren und kam im Alter von sechs Jahren nach Lövenich. Mit seinem Bruder Josef baute er hier ein Unternehmen auf, das aus der Landwirtschaft nicht mehr wegzudenken war und zeitweise bis zu 90 Menschen Arbeit gab. Politisch engagierte er sich nicht nur im Gemeinderat Lövenich, sondern auch im Kreistag.

„Auf seine Initiative hin gehen unter anderem der Bau der Volksschule, der Turnhalle sowie Ausbau des Straßen- und Kanalisationsnetzes zurück”, betonte Christel Honold-Ziegahn in ihren Ausführungen. Außerdem wirkte er im Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand mit und sorgte dafür, dass aus dem früheren Krankenhaus eine Tagesstätte für Behinderte wurde.

Stark verbunden sei der Name Wilhelm Granderath auch mit dem Sport.1945 wurde er der 1. Vorsitzende des aus zwei Vereinen neu gegründeten Spiel- und Turnvereins, dessen Vorsitzender er bis 1968 blieb. Aufgrund „seines jahrzehntelangen, erfolgreichen Wirkens zum Wohle der Allgemeinheit” zeichnete ihn der Bundespräsident 1971 mit dem Bundesverdienstkreuz aus. Auf dem heutigen Neubaugebiet seiner ehemaligen Firma wurde ihm die Stichstraße gewidmet.

Das Hauptgebäude der Firma Landmaschinen Granderath an der Hauptstraße erwarb die Stadt Erkelenz und baute es 1994 zum Rheinischen Feuerwehrmuseum um. Christel Honold-Ziegahn bedankte sich bei allen Mitgliedern des BZA Lövenich, die sich seit 2008 für diese Sache eingesetzt hatten. Ein weiterer Dank galt Willi Wortmann für den Entwurf und dem Heimatverein wie auch der örtlichen Raiffeisenbank Erkelenz für die finanzielle Unterstützung.
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