Energiepolitik: Grüne warnen vor „Rolle rückwärts“

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:
11079566.jpg
Gruppenbild mit Windrad: Bundestagsabgeordneter Kai Gehring (5. v. r.), PSM-Geschäftsführer Ian-Paul Grimble (4. v. r.) sowie Vertreter der Grünen aus dem Kreis Heinsberg und der Stadt Erkelenz. Foto: Wichlatz

Kreis Heinsberg. Kai Gehring, Bundestagsabgeordneter der Grünen, war auf Einladung der Kreis-Grünen zu Besuch in Erkelenz. Der Essener war in seiner Funktion als Sprecher für Hochschule, Wissenschaft und Forschung an dem Besuch des Unternehmens PSM Natur Power Service & Management sehr interessiert.

Das Unternehmen hat sich auf das technische und kaufmännisches Management sowie den Service bei Solar- und Windenergieanlagen spezialisiert und damit in Nordrhein-Westfalen eine Alleinstellungsposition erreicht, wie Geschäftsführer Ian-Paul Grimble im Rahmen der Betriebsbesichtigung betonte.

Das Unternehmen besteht seit 1998 und ist aus der Umweltkontor AG hervorgegangen. Es hat derzeit 117 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2014 einen Umsatz von elf Millionen Euro.

Bei Wachstumsraten von bis zu 15 Prozent im Jahr könne man von einer Erfolgsgeschichte sprechen, so Gehring. Das Unternehmen sei ein Beispiel für die Energiewende und widerlege das Vorurteil, dass man mit Windenergie kein Geld verdienen könne. Gehring warnte angesichts der derzeitigen Skepsis und der Diskussion um die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vor einer „Rolle rückwärts“ in der Energiepolitik.

Derzeit befindet sich Gehring auf einer „Investour“ und besucht Orte in NRW, an denen „Zukunft gedacht und gestaltet“ werde, wie er erklärte. Davon habe die Region am Tagebaurand eine Menge zu bieten. Dem Energieriesen RWE Power sagte er voraus, dass er „in die Krise schliddern“ werde, da er an fossilen Brennstoffen festhalte. Investitionen in grüne Energie seien wichtiger denn je. Die Wende sei nicht ohne Erfindergeist und Kreativität zu schaffen.

Der Sprecher der Erkelenzer Grünen, Hans Josef Dederichs, ­bezeichnete das Unternehmen PSM Service als „wichtig für den Wirtschaftsstandort Erkelenz und konkurrenzlos in NRW“. Weitere Unternehmensansiedlungen aus dieser Branche seien wünschenswert.

„Mit Energie Geld verdienen können nicht nur die Konzerne“, ergänzte die Erkelenzer Ratsfrau Christel Honold-Ziegahn. Durch Bürgerwindräder, an denen sich viele Anleger vor Ort beteiligen könnten, wäre es möglich, die Akzeptanz gegenüber der Windenergie noch zu fördern.

Das Unternehmen selbst verstehe sich als bodenständig und setze auf Kooperationen vor Ort, unter anderem mit der Stadt Erkelenz und Energieversorger NEW, so Geschäftsführer Grimble.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert