Ende 2015 sollen Schmutzwasser-Anschlüsse dicht sein

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Kreis Heinsberg. Bis zum Ende des Jahres 2015 müssen in allen Privathaushalten alle Schmutzwasser-Hausanschlüsse auf Dichtheit geprüft werden.

Die diesbezügliche gesetzliche Grundlage ist von der Landesbauordnung in das Landeswassergesetz übergegangen und trifft die jeweiligen Eigentümer der privaten Grundstücke. Die Städte und Gemeinden im Kreis Heinsberg werden ihre Bürger entsprechend informieren und beraten.

Auch der Unteren Wasserbehörde beim Kreis Heinsberg ist daran gelegen: „Durch undichte Abwasserleitungen versickert Schmutzwasser, das Boden und Grundwasser erheblich belastet,”, heißt es in einer Mitteilung der Kreisverwaltung. Manch ein Bürger sei verunsichert und zusätzlich aufgeschreckt durch Medienberichte über unseriöse Haustürgeschäfte von Firmen, die diese gesetzliche Regelung zur „Abzocke” nutzen wollen.

Die Regelung, wie diese Messungen der privaten Abwasserleitungen durchgeführt werden, welche Zeiten und Fristen es geben wird, liegt bei den einzelnen Städten und Gemeinden. Die Kommunen werden Satzungen erlassen und ihre Bürger darüber ebenfalls informieren.

Nur sachkundige Firmen

„Wichtig ist dabei”, so der Kreis Heinsberg, „dass die Überprüfung nur durch Firmen erfolgen darf, die Sachkunde nachweisen können und speziell, zum Beispiel von der Industrie- und Handelskammer, zertifiziert worden sind. ” Die Bürgermeister aus dem Kreisgebiet raten den Bürgern, nicht übereilt zu handeln. Die Bürger sollen auf eine Nachricht ihrer Kommune warten, bevor Untersuchungen und Maßnahmen durchgeführt werden.

Diese Botschaft ist den Behörden wichtig, denn schon jetzt tauchen immer wieder unseriöse Anbieter an den Haustüren auf und bieten mit Hinweis auf die Gesetzeslage günstige Überprüfungen der Schmutzwasseranschlüsse an. Das Ziel sei dabei, den Bürgern völlig überteuerte und oft unnötige Sanierungen zu verkaufen. Fünfstellige Summen seien dabei, wie Erfahrungen aus anderen Regionen beweisen.

keine Seltenheit. Oft werde zusätzlich der Eindruck erweckt, als arbeite diese Firma mit der Stadt zusammen und als sei höchste Eile geboten. „Dabei gilt die gesetzliche Frist bis 31. Dezember 2015 und kann unter bestimmten Voraussetzungen durch die jeweilige Satzung der Kommune auch verändert werden”, teilt die Pressestelle des Kreises mit. In Wasserschutzgebieten sei beispielsweise auch eine kürzere Frist möglich.
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