Empfang der Frauen-Union: „Frauen müssen überall sicher sein“

Von: anna
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Im Heinrich-Köppler-Haus in Heinsberg: Vorsitzende Karin Mainka (Mitte) freute sich beim traditionellen Neujahrsempfang der Frauen-Union über zahlreiche Gäste. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Über einen gut besuchten Neujahrsempfang im Heinrich-Köppler-Haus in Heinsberg freute sich auch in diesem Jahr die Frauen-Union (FU) im CDU-Kreisverband Heinsberg. Nicht nur viele Frauen waren gekommen, sondern auch weitere Mandatsträger wie etwa der Bundestagsabgeordnete Wilfried Oellers, der Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Bernd Krückel oder der Heinsberger Bürgermeister Wolfgang Dieder.

In ihrer Rede thematisierte die FU-Vorsitzende Karin Mainka die aktuelle Diskussion um die Übergriffe auf Frauen in Köln und die Flüchtlingssituation. „Köln ist nicht in Frankreich, auch nicht in Belgien, sondern hier bei uns, wenige Kilometer von uns entfernt“, blickte sie zunächst zurück auf die Silvesternacht und bezog sich in ihrer Argumentation auf eine Pressemitteilung der Bundestagsabgeordneten Ingrid Fischbach, die zugleich FU-Landesvorsitzende ist.

„Darin wehrt sie sich gegen Forderungen an Frauen, die ihr Verhalten nach den Übergriffen in der Silvesternacht ändern sollen, um sich gegen sexuelle Gewalt zu schützen“, so Mainka. Fischbach engagiere sich vielmehr für ein ­uneingeschränktes Persönlichkeitsrecht der Frau, eine Verstärkung des Schutzes für Frauen und eine stärkere Ahndung von Straftaten.

„Frauen müssen in unserem Land überall sicher sein“, betonte die Vorsitzende. „Sexualdelikte sind keine Kavaliersdelikte. Sie widersprechen der sexuellen Selbstbestimmung, der Menschenwürde und der körperlichen Unversehrtheit. Sexuelle Übergriffe dürfen – ohne Ansehen der Herkunft der Täter – nicht hingenommen werden.“

Europäisches Thema

Das Thema Flüchtling sei kein deutsches, sondern ein europäisches, fuhr Mainka mit dem zweiten Teil ihrer Rede fort. „Aus diesem Grund denke ich, es ist wichtig, unserer Bundeskanzlerin den Rücken zu stärken und ihr nicht in den Rücken zu fallen.“ Das „C“ im Namen der Partei heiße für sie, das „C“ auch mit Leben zu füllen. „Das wiederum bedeutet nichts anderes, als: Wenn Menschen Hilfe brauchen, sollen sie sie auch bekommen.“

Zugleich heiße dies jedoch auch, kommende Entwicklungen nicht aus den Augen zu verlieren: Es könne nämlich nicht sein, dass Flüchtlinge mit Geldern oder anderen Vergünstigungen oder Annehmlichkeiten „überschüttet“ würden und man dabei vergesse, dass auch in diesem Land Armut und Obdachlosigkeit keine Seltenheit seien. Besonders ältere Menschen seien immer mehr davon betroffen.

Mainzer Erklärung

Deutschland sei ein starkes Land, aber auch Deutschland stoße irgendwann einmal an seine Grenzen, so Mainka weiter. Daher hoffe sie, dass Punkt eins des vom CDU-Bundesvorstand verabschiedeten Zehn-Punkte-Zukunftsplans, der sogenannten Mainzer Erklärung, schnell umgesetzt werde.

Dabei gehe es um eine Reduktion der Zahl, um die Ordnung und Steuerung der Zuwanderung, die schnelle Rückkehr abgelehnter Asylbewerber und die Integration der Menschen, die in Deutschland blieben.

Bevor Oellers die Teilnehmer weiter über die aktuelle Flüchtlingspolitik informierte, stellte Mainka das Jahresthema 2016 für die FU vor: „Erwerbstätigkeit der Frauen im Kreis Heinsberg“ lautet es.

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