Emilie hat nun einen Platz im Herzen Haarens

Von: Petra Wolters
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Im Beisein von Pfarrer Heinz-Wilhelm Vollberg (rechts) enthüllten die Künstlerin Carla Bosma, Renate Beumers-Rulands von der Kreissparkasse, Bürgermeister Johannes von Helden und Oberin Gisela Maria gemeinsam die Bronzebüste mit dem Abbild von Schwester Emilie Schneider. Foto: Petra Wolters

Waldfeucht-Haaren. Schwester Emilie Schneider, oder genauer ihre lebensgroße Büste in Bronze, hat jetzt ihren Platz mitten in ihrem Geburtsort Haaren: auf dem neuen Schwester-Emilie-Schneider-Platz mitten im Ort.

Nach einer Messe an der St.-Jans-Klus, die die Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer anlässlich des Geburtstages ihres Pfarrpatrons und des zeitgleich stattfindenden Kirmes- und Kaiserfestes in Haaren gefeiert hatte, machte sich ein großer Zug von Menschen, angeführt von Trommlerkorps, Musikverein, Kirchenchor und Schützenbruderschaft, auf den Weg zum neuen Platz.

Dort ließ Werner Krings, Vorsitzender des Fördervereins der Kirchengemeinde, die Geschichte der Ordensfrau, die am 6. September 1820 in Haaren geboren wurde, kurz Revue passieren.

Im Rahmen des für sie eingeleiteten Seligsprechungsprozesses liegen die Akten der zuständigen Kongregation in Rom seit 1992 zur Prüfung vor. „Sie hat ihr Leben Armen und Kranken gewidmet und sah darin ein Spiegelbild der Leiden von Jesus Christus”, erklärte Krings. „Schwester Emilie ist auch nach ihrem Tod nicht in Vergessenheit geraten. Sie hat mit ihrem Leben und Wirken Bleibendes geschaffen.”

Waldfeuchts Bürgermeister Johannes von Helden berichtete, wie es zur Einrichtung des Platzes gekommen sei, der sich genau im Scheitelpunkt zwischen ihrem Geburtshaus, der St.-Jans-Klus als ihrer Taufkirche und der Pfarrkirche befindet.

Der im vergangenen Jahr verstorbene Afrika-Missionar Franz Houben habe ihn persönlich gebeten, sich darum zu kümmern. „Und das habe ich gerne mit Elan und mit Begeisterung getan”, erklärte er. Er sei stolz, dass er eine solche Frau wie Schwester Emilie Schneider als Bürgerin von Haaren bezeichnen dürfe. Sie habe eine soziale Kompetenz gezeigt, die heute leider so oft fehle.

Gemeinsam mit der Oberin der Töchter vom Heiligen Kreuz aus Düsseldorf, Schwester Gisela Maria, der Künstlerin Carla Bosma und Renate Beumers-Rulands als Vertreterin der Kreissparkasse, die für das Projekt 8000 Euro zur Verfügung gestellt hatte, enthüllte er dann die Bronzebüste.

Sie habe während ihrer Arbeit oft mit Schwester Emilie Schneider gesprochen, verriet die Künstlerin den Anwesenden. „Ich hoffe, dass Sie alle hier auch mit ihr sprechen können, wenn es nötig ist”, sagte sie. Schwester Emilie sei so freundlich, liebenswert und offen wie die Haarener, erklärte die Oberin. „Es ist kein Zufall”, sagte sie an den Bürgermeister gewandt, „es ist Ihnen zugefallen, dass eine solche Frau hier geboren ist. Sie ist eine ganz besondere Fürbitterin bei Gott für die Bürgerinnen und Bürger von Haaren.”

Pfarrer Heinz-Wilhelm Vollberg segnete das Kunstwerk dann ein. „Segne diese Büste. Sie soll uns anregen, im Gebet bei Schwester Emilie und bei dir Hilfe zu suchen, um dir und den Menschen immer besser dienen zu können”, sagte er. Ein Empfang in der Selfkanthalle rundete die Feierlichkeiten ab.
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