Einstimmiges Votum im Rat für bessere Lernbedingungen

Von: hewi
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Hückelhoven. Der Rat hat in seiner jüngsten Sitzung die Sanierung und Erweiterung der Peter-Jordan-Schule auf den Weg gebracht. Zuvor hatten sich die entsprechenden Ausschüsse sehr ausgiebig mit diesem Thema beschäftigt.

So musste zuerst die Planung wegen ungünstiger Bodenverhältnisse geändert werden, dann wurde der geplante Anbau wegen der zu erwartenden sinkenden Schülerzahlen verkleinert. So konnten der Förderschule fünf Räume der angrenzenden Hauptschule zur Verfügung gestellt werden, zwei davon schon im kommenden Schuljahr. Mittelfristig wurde die Zahl der Förderschüler auf rund 180 geschätzt, derzeit sind es mehr als 200.

Ziel ist auch, dass immer mehr Förderschüler in den Regelschulen unterrichtet werden sollen. Die vorgesehenen Kosten für den nun deutlich kleineren Anbau konnten um 700000 Euro auf rund 3,15 Millionen Euro gesenkt werden. Mit der Fertigstellung der Baumaßnahmen wird für den Herbst 2011 gerechnet. Der Rat stimmte der entsprechenden Empfehlung des Fachausschusses einstimmig zu.

Stärkere Integration

Ebenfalls einstimmig wurde das Rucksackprojekt an der Grundschule „An der Burg” auf den Weg gebracht. Dem ging der Wunsch der beteiligten Eltern voraus, das Projekt nach dem Kindergarten auch an der Grundschule weiterzuverfolgen. Das Angebot richtet sich an Familien mit Migrationshintergrund und soll neben dem verbesserten Lernen der Kinder auch zu einer verstärkten Integration der Eltern führen.

Erfolgreich wurde das Rucksackprojekt schon an den Kindergärten Traumland und Sankt Barbara eingeführt und umgesetzt. Dabei ist eine Symbiose von Elternhaus und Schule geplant, bei der neben den Kindern auch die Mütter von dem zweisprachigen Lernen profitieren können. Denn der Stoff des Schulunterrichts wird in den Hausaufgaben zweisprachig aufgearbeitet, wodurch nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern lernen.

Durch das zusätzliche Angebot in der Muttersprache der Eltern werden diese in die Lage versetzt, den Kindern aktiv bei den Hausaufgaben zu helfen und gleichzeitig Deutsch zu lernen. Möglicherweise können in Zukunft Landesmittel für das Projekt bereitgestellt werden. Der Jahresetat für eine Gruppe mit rund zwölf Teilnehmern liegt zwischen 2400 und 3000 Euro. Die Familien werden dabei von einer Stadtteilmutter betreut, die auch eng mit einer pädagogischen Fachkraft zusammenarbeitet.
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