Wegberg - Einschlag während der Brutzeit ärgert Nabu

Einschlag während der Brutzeit ärgert Nabu

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Wegberg. In mehreren Fällen hätten sich in den letzten Wochen betroffene Bürger über besonders rücksichtslose Durchforstungsaktionen beim Nabu beschwert.

„Während jedem Gartenbesitzer Baumfällungen von Anfang März bis Ende September mit Rücksicht auf den Artenschutz verboten sind, wurde auch dieses Jahr wieder in Wegberger Wäldern ohne Rücksicht auf Verluste weiter Holz im Sommerhalbjahr eingeschlagen”, kritisiert Josef Tumbrinck, Vorsitzender des Nabu NRW, die forstliche Praxis in der Waldbewirtschaftung.

„Auch in diesem Jahr sind wieder solche Verwüstungen zu beklagen, wie man sie jetzt im Merbecker Busch und Beecker Wald besichtigen kann”, so Tumbrinck weiter. Verantwortlich dafür sei in erster Linie die aus Nabu-Sicht falsche forstliche Beratung durch den Landesbetrieb Wald und Holz, der die Privatbesitzer und Kommunen berät und den Holzeinschlag organisiert.

Deshalb hätten die Naturschutzfreunde Umweltminister Uhlenberg in einem offenen Brief nun dazu aufgefordert, das Vorgehen des Landesbetriebes Wald und Holz hier wie auch an anderen Stellen im Land generell zu unterbinden. „Es ist aus ökologischer Sicht völlig inakzeptabel, solch massive Holzeinschläge mitten in der Vegetationsperiode und damit der Brut- und Aufzuchtzeit heimischer Tiere durchzuführen”, so der Nabu-Landeschef.

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