Erkelenz-Terheeg - Eingliederung ins Berufsleben erfolgt in drei Phasen

Eingliederung ins Berufsleben erfolgt in drei Phasen

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:

Erkelenz-Terheeg. Seit Juni 2009 betreut die Tertia Berufsförderung GmbH Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf bei der beruflichen Integration.

An der von der Bundesagentur für Arbeit initiierten Maßnahme nehmen in der ehemaligen Schule von Terheeg 24 junge Leute teil. In ganz NRW sind es 520 Teilnehmer.

„Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die aufgrund einer Behinderung besondere Unterstützung zur Eingliederung in das Berufsleben benötigen und zum Zeitpunkt der Teilnahme keine Aus- und Weiterbildung absolvieren können”, beschreibt die Projektkoordinatorin Jutta Schneider von Tertia das Konzept.

Die unterstütze Beschäftigung erfolgt in drei Phasen, erläutert sie. Zuerst kommt die Orientierung. In dieser Phase werden die Kenntnisse und Fähigkeiten der Teilnehmer geprüft und der daraus resultierende Unterstützungsbedarf ermittelt. In der Phase der Qualifizierung geht es in die Betriebe, in denen sich die Teilnehmer beweisen können. „Einige unserer Leute haben bei ihren Betrieben einen Glücksgriff getan”, betont Schneider.

Erste Festanstellungen wurden bereits vermittelt. Wenn ein Berufsfeld nicht geeignet ist, wird eine neue Stelle vermittelt. Während dieser Phase treffen sich die jungen Leute einmal pro Woche zum Projekttag in Terheeg, wo das Unternehmen in den Räumen der Kreishandwerkerschaft untergebracht ist.

Dort bekommen die Teilnehmer auch kulturelle Techniken wie zum Beispiel soziale Kompetenz, Konfliktfähigkeit und den Umgang mit auftretenden Problemen vermittelt. „Die Motivation bei unseren Teilnehmern ist sehr hoch”, hebt Schneider hervor. „Der Wille und die Arbeitsbereitschaft sind vorhanden.”

Wenn es im Rahmen der Maßnahme zu einer Übernahme durch den Betrieb kommt, beginnt die Stabilisierungsphase, in der die Teilnehmer noch einmal gezielt auf den Arbeitsbeginn vorbereitet werden.

Betriebe aus dem ganzen Kreis konnten für die Teilnahme an dem Programm gewonnen werden, darunter ein Zweiradbetrieb, Senioreneinrichtungen, Handwerksbetriebe, ein Landschafts- und Gartenbauer und Einzelhändler.

Der Tag in Terheeg beginnt mit einer gemeinsamen Gesprächsrunde, in der die Teilnehmer über ihre Arbeit erzählen. Auch gekocht wird gerne, denn einer der jungen Leute arbeitet in einer Großküche und teilt sein neues Wissen gerne mit den anderen.

Die individuelle betriebliche Qualifizierung im Rahmen der unterstützten Beschäftigung dauert zwei Jahre. Im begründeten Einzelfall ist eine Verlängerung um maximal ein Jahr möglich. Unternehmen, die an dem Projekt teilnehmen wollen, können sich telefonisch mit Jutta Schneider in Verbindung setzen unter 02431/9038 940.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert