Einfache Variante mit Freibad favorisiert

Von: kl
Letzte Aktualisierung:

Erkelenz. Wie ein zukünftiges Schwimmbad in Erkelenz aussehen wird, ist auch nach der Sitzung des Hauptausschusses ungewiss.

Die Hoffnung, die Politiker könnten der Verwaltung eindeutig eine Richtung zeigen, in der sie weitergehen könnte, wurde nicht erfüllt. Zu unterschiedlich sind die Auffassung zwischen zwei politischen Lagern.

Möglich ist nach der Sitzung alles: die einfache Variante mit einem Hallenbad, das die Grundvoraussetzungen für das Schul-, Sport- und Freizeitschwimmen ermöglicht, eine Ergänzung um ein Ganzjahresbecken, eine noch weitergehende Erweiterung um 70 Meter lange Außenrutsche oder die ganz große Lösung, die auch ein Freibad beinhaltet.

Die Kosten variieren je nach Variante zwischen 8,2 und 9,9 Millionen Euro. Das Planungsbüro Constrata wiederholte insofern bei der Sitzung die Angaben, die es bei einer Bürgerinformation genannt hatte.

Bürgermeister Peter Jansen erinnerte die Politiker an ihren Ratsbeschluss, nach dem der Bau des Schwimmbades nicht mehr als 8,2 Millionen Euro kosten darf. Das Geld stammt größtenteils aus dem Konjunkturpaket II, die Stadt selbst muss rund eine Million Euro beisteuern.

Er wies auf eine zusätzliche Finanzierungsquelle: Der Pächter der Sauna und des Fitnessbetriebs an der Westpromenade erwäge, das Gebäude zu kaufen. Der Kaufpreis könnte in die Finanzierung des Schwimmbades einfließen.

Für die CDU war nach dem Vortrag von Constrata immer noch nicht klar, wohin die Reise gehen soll. Sie möchte zum einen bei der Planung offen bleiben, zum anderen aber auch den Finanzrahmen nicht sprengen.

Deshalb schlug ihr Sprecher Klaus Steingießer vor, es solle zwar die große Variante geplant werden, zugleich solle darauf geachtet werden, den Finanzrahmen nicht zu sprechen.

Doch hatte Steingießer die Rechnung ohne die anderen Fraktionen gemacht. Unabhängig voneinander hatten SPD, Grüne, FDP und UWG die Idee, es solle die kleinste Variante in Verbindung mit dem Bau eines Freibadbeckens geprüft werden - und nur diese eine Möglichkeit. Die ungefähren Kosten beliefen sich auf rund neun Millionen Euro.

Damit wollte sich die CDU nicht anfreunden. Sie sah die Interessen der Kinder (Rutsche) und der Senioren (Ganzjahresbecken) nicht mehr abgedeckt.

Bei der Abstimmung enthielt sich die Mehrheitspartei. Mit ihren sieben Stimmen setzten die vier Fraktionen zunächst ihre Idee durch. Jetzt muss der Stadtrat am Mittwoch, 16. September, endgültig entscheiden, was machbar ist und wie es bezahlt wird.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert