Eine Zukunft durch Ausbildung ermöglichen

Von: mabie
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Beim Werkstattjahr der AWO Ser
Beim Werkstattjahr der AWO Service gGmbH: Werkstattleiter Bernd Lelle (r.) zeigt den Jugendlichen in der ehemaligen Waschkaue in Übach-Palenberg, wie sie mit Werkzeugen richtig umgehen. Foto: Markus Bienwald

Kreis Heinsberg. Es riecht nach dieser Mischung aus Metallstaub und gebrauchtem „Blaumann” im Keller der AWO Service gGmbH. Der Unterbau der einstigen Waschkaue der früheren Gewerkschaft Carolus Magnus in Übach-Palenberg an der Carlstraße dient dem Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt schon länger als Zentrum für Aus- und Weiterbildung.

Zum anstehenden Herbst bietet die AWO wieder zahlreiche Programme an, um Menschen eine Zukunft durch Ausbildung zu ermöglichen.

Werkstattjahr bietet Einblicke

Einer derjenigen, die in Übach-Palenberg mit den vornehmlich jungen Menschen arbeiten, ist Bernd Lelle. Er zeigt beispielsweise, wie in der Schlosserei richtig mit Eisensäge oder Feile an Werkstücken gearbeitet wird. Doch das vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Europäischen Sozialfonds der EU finanziell unterstützte Werkstattjahr, das bereits läuft, bietet natürlich noch mehr.

Es geht darum, Jugendlichen, die berufsschulpflichtig sind, Einblicke in verschiedene handwerkliche Tätigkeiten zu geben. Metallbearbeitung ist da nur ein Zweig, Malen und Lackieren, Schreinern, Trockenbau, Hauswirtschaftsdienste, Garten- und Landschaftsbau oder auch Hauswirtschaft sind weitere Angebote, die von der AWO zusammengefasst und praktisch vermittelt werden.

Vermittlung ist in diesem Zusammenhang ein gutes Stichwort, denn die AWO-Service-Mitarbeiter helfen den Kursteilnehmern auch dabei, einen Praktikums-, Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu finden, der zu ihnen passt. Da werden nicht nur praktische Beispiele aufgezeigt, auch Bewerbungstraining oder Beratung und Hilfe in problematischen Lebenssituationen stehen ganz oben auf dem Plan.

Auch im sozialen Bereich aktiv

Eine weitere Schiene der AWO in Übach-Palenberg ist der soziale Bereich. Nicht nur, dass vor Ort mit dem Carolus-Seniorenzentrum eine Einrichtung für Senioren existiert. So läuft Anfang September eine Schulung zur zusätzlichen Betreuungskraft für Demenzkranke an. Ziel ist es dabei, Menschen, die Umgang mit demenziell veränderten Personen haben, Hilfestellung und Sicherheit im Tun zu vermitteln. Grundkenntnisse in der Pflege, ein Erste-Hilfe-Kurs, Rechtskunde, Anatomie und Hauswirtschaft, aber auch die Kommunikation mit an Demenz erkrankten Menschen sind weitere Bestandteile des Kurses.

Einen Schritt weiter geht das Kursangebot zur „Palliative Care”. Dabei geht es um ein ganzheitliches Betreuungskonzept für Menschen mit fortgeschrittener und fortschreitender Erkrankung, deren Lebenserwartung begrenzt ist. Neben körperlichen Aspekten der Pflege wird vor allem auch die psychosoziale Seite stärker beleuchtet. Stressmanagement, Bewältigungsstrategien, Trauerarbeit sowie auch religiöse und ethische Aspekte fließen in die Schulung ein, die sich insbesondere an examinierte Pflegekräfte richtet.

Ein weiteres Angebot stellt die Ausbildung zur Kinderbetreuung in der Tagespflege dar. Künftige Tagesmütter lernen, wie durch ihre Tätigkeit die Betreuung für Eltern kleiner Kinder verbessert werden kann.

Termine und Informationen zum AWO-Angebot

Zum Werkstattjahr gibt es am Donnerstag, 15. September, um 11 Uhr eine Informationsveranstaltung in der Übach-Palenberger Waschkaue.

Die Kurse für zusätzliche Betreuungskräfte von Demenzkranken laufen ab Montag, 5. September.

Die Angebote zur „Palliative Care” starten am Montag, 17. Oktober.

Die Ausbildung zur Kinderbetreuung in Tagespflege beginnt am Dienstag, 13. September.

Weitere Informationen zum gesamten Kursangebot gibt es bei der AWO Service gGmbH, Am Wasserturm 22, 52531 Übach-Palenberg, Tel. 02451/9159710, Fax 02451/9159720, per E-Mail an info@awo-service.de und online unter www.awo-hs.de.

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