Kreis Heinsberg - Eine Vollbremsung auf nassem Pflaster hingelegt

Eine Vollbremsung auf nassem Pflaster hingelegt

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Bei einer Vollbremsung: Winterdienst-Lkw der Heinsberger Kreisstraßenmeisterei beim Fahrsicherheitstraining.

Kreis Heinsberg. Der Motor des schweren Winterdienst-Lkw kommt auf Touren, das Fahrzeug beschleunigt, um 100 Meter weiter auf nassem, mit Laub bedecktem Pflaster eine Vollbremsung hinzulegen. Der Fahrer, der sich mit ganzer Kraft gegen Brems- und Kupplungspedal gestemmt hat, lässt sich erleichtert in den Fahrersitz zurückfallen.

„Sehr gut. Genau richtig!” Mit diesen Worten lobt Jürgen van Os den Bediensteten der Heinsberger Kreisstraßenmeisterei.

Diese Szene auf dem Betriebshof in Scheifendahl war Bestandteil der erstmals organisierten Arbeitsschutztage der Kreisstraßenmeisterei. 19 Bedienstete der Kreisstraßenmeisterei sowie drei Mitarbeiter der Gemeinde Selfkant nahmen daran teil. Unter Leitung von Jürgen van Os (Unfallkasse NRW) und Guido Domsel (Leiter der Kreisstraßenmeisterei) standen gleich mehrere wichtige Themen auf dem Programm der Arbeitsschutztage.

Spektakulär, aber auch sehr praxisbezogen war das Fahrsicherheitstraining mit Fahrzeugen von einem Gesamtgewicht zwischen 3,5 und 40 Tonnen. Genauso wichtig war aber auch das Thema Ladungssicherheit, das die Fahrzeuge der Straßenmeistereien und Bauhöfe immer wieder betrifft - natürlich auch beim Winterdienst. Außerdem ging es um die Einstellung und Handhabung der Spiegel und Zusatzspiegel an den Lkw insbesondere zur Verringerung des so genannten „toten Winkels”.

Arbeitssicherheit umfasst bei Straßenmeistereien auch andere Aspekte, so etwa den Umgang mit Lärmquellen. Schließlich ist auch das Verhalten bei der Straßenunterhaltung und auf Baustellen unter dem Gesichtspunkt, wie sich Gefahrensituationen vermeiden lassen, wichtig, manchmal sogar überlebenswichtig.

„Die zwei Tage haben sich gelohnt”, waren sich Guido Domsel und Jürgen van Os einig. Domsel: „Das Befahren von schnee- und eisglatten Fahrbahnen gehört im Winterdienst zu jedem unserer Einsätze, was ein hohes Maß an Fahrzeugbeherrschung erfordert.” Die im Training simulierten Gefahrensituationen ermöglichten den Fahrern ein gefahrloses Trainieren von Notfallsituationen unter realen Bedingungen, also mit Räumschild und Streuautomat am Fahrzeug.

Interessant war für die Bediensteten das Thema „Lärm”. Es war teilweise unbekannt, dass Gehörschäden zu den am häufigsten auftretenden Berufskrankheiten zählen. Deshalb standen im Mittelpunkt der Schulung die möglichen Gehörschutzmittel und deren Verwendung. Eindrucksvoll wurde durch Klangbeispiele demonstriert, wie die Spätfolgen von Lärmschäden aussehen können.
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