„Eine sehr bunte Truppe“ will Attac-Gruppe bilden

Von: anna
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Bei Demonstrationen im In- und Ausland ist Attac zu sehen: Eine neue Regionalgruppe steht im Kreis Hiensberg vor der Gründung. Foto: Stock

Kreis Heinsberg. In der Liste der Regionalgruppen ist Heinsberg schon eingetragen auf der Internetseite von Attac Deutschland. Die eigene Seite für die Gruppe dort ist aber noch leer. Informationen gibt es derzeit jedoch schon in Facebook unter „Attac Kreis Heinsberg“.

Auf Regionalebene sind Norbert Blumenhofen und weitere Initiatoren derzeit dabei, eine neue Gruppe ins Leben zu rufen, die sich im Kreis Heinsberg für eine ökologische, solidarische und friedliche Weltwirtschaftsordnung engagieren soll. Die ersten beiden Veranstaltungen in Erkelenz mit Steffen Stierle von Attac Berlin, der über das Freihandelsabkommen TTIP referierte, und mit Attac-Gründungsmitglied Jutta Sundermann, die über die Organisation informierte, seien überraschend gut besucht worden, erklärte Blumenhofen beim ersten Vorbereitungs- und Organisationstreffen im Hotel Zur Rennbahn in Wassenberg. Knapp 40 Interessenten habe er schon auf seiner E-Mail-Liste. Über gut ein Dutzend Besucher – trotz der Sommerferien – durfte er sich bei der dritten Veranstaltung in Wassenberg freuen.

„Ich will endlich wieder aktiv werden. Seit Jahren schon kann ich nichts mehr tun – außer mich aufzuregen“, formulierte dabei ­einer der Besucher den Grund für sein Kommen. „Wo soll ich denn hin mit meiner revolutionären Energie? Ich versteh‘ die Welt nicht mehr“, erklärte eine andere Teilnehmerin. „Ich will was tun, nicht nur weiter rumsitzen und zugucken.“ Überparteilich solle die Arbeit der Gruppe sein, „wenn auch nicht unparteiisch“, ergänzte Blumenhofen.

„Das ist eine sehr bunte Truppe mit sehr verschiedenen Ansätzen“, resümierte er nach der Vorstellungsrunde. Zugleich machte er deutlich, dass er sich gar keine streng hierarchische Organisation wünsche, sondern eher sehr basisdemokratisch eine Kooperation in einem gut funktionierenden Team. Als notwendige Strukturelemente sah er zwei Verantwortliche für Finanzen, zwei Ansprechpersonen und eine kleine Redaktion für die Betreuung der Internetseite. Die Seite im Facebook solle beibehalten werden, um schnell auf Termine der Gruppe hinweisen zu können.

Im Rahmen einer Diskussionsrunde notierte Blumenhofen dann eine ganze Reihe von Themen auf einer Tafel, mit der sich die Attac-Gruppe künftig beschäftigen könnte. Dazu gehörten beispielsweise TTIP, Unkrautbekämpfung mit Glyphosat, Fracking oder Tagebau, aber auch Krise des Kapitalismus, Griechenland, Flüchtlinge (Zuwanderung – Gründe), Waffenlieferungen, Privatisierung und Rekommunalisierung sowie Bürgerbeteiligung.

Zum Schluss der Versammlung kamen die Teilnehmer überein, dass Blumenhofen eine E-Mail an alle Interessenten schickt mit der Bitte, drei Themen auszuwählen oder auch noch ein neues Thema anzuregen. So sollen sich für die Gruppe erste Handlungsfelder ergeben, in denen sie tätig werden will. „Es wird so langsam konkreter. Das ist auch gut so“, erklärte Blumenhofen am Ende der Versammlung.

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