Eine Schule, die auch das Leben lehrt

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Musik hat an der GHS Haaren einen hohen Stellenwert, wie die Feierstunde eindrucksvoll bewies. Rund 220 der knapp 390 Schülerinnen und Schüler erlernen ein Instrument. Foto: Rainer Herwartz

Waldfeucht-Haaren. Da schien kaum noch eine Maus hinein zu passen, so prall präsentierten sich am Freitag Schüler und Kollegium der Gemeinschaftshauptschule (GHS) Haaren in der Aula beim Besuch von Staatssekretär Günter Winands mit Musik, Tanz und Gesang. Der Vertreter des NRW-Schulministeriums setzte durch seine Anwesenheit quasi das Startzeichen für eine neue Ära. Denn mit Beginn des Schuljahres zum 1. August wird die Bildungseinrichtung eine Haupt- und Realschule sein im organisatorischen Verbund.

Neben der Zweizügigkeit im Hauptschulbereich werde die Schule erstmals eine Realschulklasse mit 35 Schülern beherbergen, erklärte Schulleiter Willi Florack schon im Vorfeld der Feier gegenüber unserer Zeitung.

Am Freitag sollten sich die Gäste, zu denen Bürgermeister Johannes von Helden, Schulamtsdirektor Dr. Bernd Schlieperskötter und der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Gerd Hachen gehörten, vor allem einen Überblick verschaffen über die Aktivitäten des Schullebens neben dem klassischen Lehrstoff.

Die Überlegungen der Gemeinde, in Haaren die Hauptschule als Sekundarstufe 1 zu stärken, seien schon vor Jahren entstanden, berichtete Bürgermeister von Helden. Doch erst vor zwei Jahren habe der Gesetzgeber die Chance eröffnet, eine Verbundschule zu installieren. „Wir standen mit Herzblut dahinter. Die Schüler sollen hier nicht nur Lernstoff erhalten, sondern leben lernen. Hier wird Erziehung gelebt und großgeschrieben”, lobte er Einstellung und geleistete Arbeit in Haaren.

Winands meinte, er bekomme zwar oft zu hören, das Heinsberger Land liege am Ende der Welt, doch er erwidere dann stets, „aber hier ist die Welt noch in Ordnung”. Die Schüler in den Großstädten hätten nicht so schöne Schulen, weil das Geld fehle, richtete sich Winands mit seiner Rede vor allem an die Schüler.

„Man hat früher nur geguckt, was für Schulabschlüsse gemacht werden. Viel wichtiger ist aber die Frage, was möchte ich später machen.” Und genau dazu leiste vor allem die Hauptschule, deren Bestand im Verbund mit dem neuen Realschulzweig gefestigt werde, einen wesentlichen Beitrag. Er hoffe zudem, dass sich der Dissens mit „einer Nachbarkommune” bezüglich der Einrichtung des neuen Realschulzweiges beilegen lasse.

Gemeint war die Stadt Heinsberg, die nach dem Erlass des Ministeriums an die Bezirksregierung, die Einrichtung zu genehmigen, Zweifel an der Rechtmäßigkeit äußerte und dies prüfen wollte.
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